26.06.2026 • Nachrichten

Evonik baut bis 2029 weltweit 3.200 Stellen ab und schließt Polyester-Geschäft

Der Essener Spezialchemiekonzern Evonik weitet sein Effizienzprogramm aus: Von 2027 bis Ende 2029 sollen konzernweit 3.200 Stellen wegfallen, davon 2.150 in Deutschland. Gleichzeitig stellt das Unternehmen sein globales Polyester-Geschäft ein – mit Folgen für die Standorte Witten, Marl und Schanghai

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Das Effizienzprogramm „Evonik Tailor Made" wird ausgeweitet – Standorte in Witten, Marl und Schanghai sind betroffen.

Der Spezialchemiekonzern Evonik weitet sein laufendes Konzernprogramm „Evonik Tailor Made" aus. Von 2027 bis Ende 2029 sollen weltweit 3.200 Stellen abgebaut werden, davon 2.150 in Deutschland. Die Maßnahmen beziehen sämtliche Geschäfts- und Verwaltungseinheiten ein. Als Hebel nennt das Unternehmen gesteigerte Effizienz, Digitalisierung, Outsourcing sowie geprüfte Offshoring-Optionen.

„Die weltpolitische Lage ist unsicher und das wirtschaftliche Wachstum ist anhaltend schwach. Zugleich wird der internationale Wettbewerb immer härter", sagt Vorstandschef Christian Kullmann. „In diesem Umfeld müssen wir stärker werden. Wir haben unser Schicksal selbst in der Hand und wollen unsere Chancen nutzen."

Das Programm schließt an laufende Maßnahmen an: Im Rahmen von „Evonik Tailor Made" sowie der Effizienzprogramme der Business Lines baut das Unternehmen bereits von Oktober 2023 bis Ende 2026 rund 2.800 Stellen ab. Personalvorstand Thomas Wessel betonte, der Abbau werde auch künftig sozialverträglich gestaltet; Details sollen in den kommenden Wochen mit den Sozialpartnern ausgearbeitet werden.

Polyester-Geschäft wird 2027 eingestellt

Im Segment Custom Solutions beendet Evonik 2027 sein globales Polyester-Geschäft. Betroffen sind die deutschen Standorte Witten und Marl sowie eine Produktionsanlage in Schanghai. Der Standort Witten mit 266 Beschäftigten wird vollständig geschlossen; in Marl entfallen 45 Stellen, in Schanghai 35.

Das Polyester-Geschäft erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von rund 150 Mio. EUR, war jedoch seit Jahren nicht mehr profitabel. „Der globale Wettbewerbsdruck, strukturelle Nachteile in Europa und eine sich verringernde Marktdynamik haben dazu geführt, dass keine der untersuchten Alternativen für Evonik wirtschaftlich dauerhaft tragbar gewesen wäre", erklärt Lauren Kjeldsen, im Vorstand zuständig für das Segment Custom Solutions.

Anbieter

Evonik Industries AG

Goldschmidtstraße 100
45128 Essen
Deutschland

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