Abhängigkeit bei Batterieproduktion – KLiB, VCI, VDMA und ZVEI fordern mehr Unterstützung
Vier Industrieverbände – KLiB, VCI, VDMA und ZVEI – fordern die Bundesregierung anlässlich des Richtfests der Fraunhofer Forschungsfertigung Batteriezelle am 13. Juli 2026 auf, den Aufbau der Batterieindustrie gezielter zu unterstützen. Trotz erfolgreicher Forschung scheitern Unternehmen häufig am Markteintritt, strukturelle Standortdefizite gefährden Wissen und Patente.
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Hier geht´s zur AnmeldungGezielte industriepolitische Unterstützung für den Aufbau der Batterieindustrie gefordert.
Vier deutsche Industrieverbände – KLiB, VCI, VDMA und ZVEI – fordern die Bundesregierung auf, den Aufbau der Batterieindustrie in Deutschland und Europa industriepolitisch gezielter zu unterstützen. Anlass ist das Richtfest der Fraunhofer Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB) am 13. Juli 2026. Die Verbände verweisen auf die kürzlich vorgestellten Ankündigungen im Programm für Aufschwung und Beschäftigung, die Batteriezellfertigung als Zukunftsbranche zu fördern, und mahnen nun konkrete Taten an.
Forschungserfolge scheitern am Markteintritt
Deutschland habe eine kompetente und international wettbewerbsfähige Batterie-Forschungslandschaft aufgebaut. Nach langjährigen Investitionen in Forschung und Entwicklung scheiterten innovative Unternehmen jedoch immer wieder am Markteintritt. Als Ursachen nennen die Verbände strukturelle Standortdefizite, unzureichende Skalierungsbedingungen und eine wenig ambitionierte Industriepolitik. Der Aufbau einer neuen Industrie erfordere andere politische Instrumente als die Stabilisierung bestehender Strukturen. Bleibe eine Verbesserung aus, drohe der Abfluss von Wissen und Patenten in andere Weltregionen.
Globale Nachfrage wächst, Deutschland partizipiert kaum
Die globale Nachfrage nach Batterien ist laut den Verbänden in den vergangenen fünf Jahren um durchschnittlich 43% pro Jahr gewachsen. Deutschland verfüge über alle nötigen Voraussetzungen: eine gut ausgebaute Forschungslandschaft, technologisch leistungsfähige Unternehmen sowie Industrien, die Batterien nachfragen. Die Bundesregierung identifiziere Batterien sowohl in der Hightech Agenda für Deutschland (HTAD) als auch im Programm für Aufschwung und Beschäftigung als essenzielle Schlüsseltechnologie für den Innovationsstandort Deutschland. Nun müssten die innovationspolitischen Ambitionen auch industriepolitisch aufgegriffen werden.
Kritische Abhängigkeit bei sicherheitsrelevanter Technik
Batterieinnovationen entscheiden nach Angaben der Verbände über die Wettbewerbsfähigkeit in der Elektromobilität ebenso wie in der kritischen Infrastruktur, etwa bei Energieversorgung, Rechenzentren und Kommunikationstechnik, sowie bei Power Tools, Bahntechnik, E-Bikes, Robotik, Drohnen und Raumfahrttechnologie. Besonders kritisch sei die Abhängigkeit in der Wehrtechnik: Die Beherrschung der Lieferketten sei hier Voraussetzung für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands im Ernstfall. Wer Technologie und Lieferketten nicht beherrsche, zementiere Abhängigkeiten von außereuropäischen Akteuren und gefährde ganze Industriezweige sowie die technologische Souveränität Deutschlands.
















