KSB investiert mehr als 70 Mio. EUR in Eta-Fertigung am Stammsitz Frankenthal
Der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB erweitert seine Eta-Produktion am Stammsitz Frankenthal für mehr als 70 Mio. EUR. Bis 2030 soll die Jahreskapazität von derzeit 54.000 auf 65.000 Pumpen steigen. Den Spatenstich nahm KSB-Geschäftsleitungssprecher Dr. Stephan Timmermann gemeinsam mit Vertretern aus Politik und rund 360 Mitarbeitenden vor.
Mit dem Spatenstich startet der Ausbau zum europäischen Kompetenzzentrum für elektronisch geregelte Pumpen.

Mit dem Spatenstich am 9. Juni hat KSB den Startschuss für eine der größten Einzelinvestitionen in der Unternehmensgeschichte gegeben. Mehr als 70 Mio. EUR fließen in die Erweiterung und Modernisierung der Eta-Produktion am Stammsitz Frankenthal. Das Werk soll zum europäischen Kompetenzzentrum für die neueste Generation elektronisch geregelter Pumpen ausgebaut werden. An der Zeremonie nahmen neben rund 360 Mitarbeitenden auch Simone Schneider, Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium, sowie Frankenthals Oberbürgermeister Nicolas Meyer und Bürgermeister Bernd Knöppel teil.
Dr. Stephan Timmermann, Sprecher der KSB-Geschäftsleitung, ordnete die Investition in den wirtschaftspolitischen Kontext ein: „Mit dieser Investition bekennen wir uns mit unternehmerischem Mut und Zuversicht zum Standort Deutschland. Wir erwarten jedoch von Politik und Sozialpartnern, dass sie die nötigen Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ebenso couragiert und zielorientiert angehen. Exportorientierte Firmen und die zugehörigen Arbeitsplätze leben von der lokalen Wettbewerbsfähigkeit."
Ausbau im laufenden Betrieb bis 2030
Der Neu- und Umbau ist als Projekt im laufenden Betrieb geplant. An bestehende Produktionshallen werden neue Anbauten errichtet, um Bearbeitungsmaschinen, Montage und Logistik neu zu strukturieren. Ältere Hallenteile werden vor der Neubelegung kernsaniert. „Die Produktion muss weiterlaufen", betonte Björn Külzer, Leiter Produktionstechnik. „Parallel dazu wird sie organisatorisch und technisch auf ein neues Niveau gehoben." Simon Charrier, Leiter Standard-Produktion Frankenthal, bezeichnete das Vorhaben als „Evolution, die pragmatisch und wirtschaftlich sinnvoll" sei.
Die umgebaute Fabrik soll kürzere Durchlaufzeiten und damit schnellere Lieferzeiten ermöglichen. Energetisch setzt KSB auf die Umstellung der Farbgebungsanlage auf das standorteigene Nahwärmenetz sowie auf Fotovoltaikanlagen und Grünflächen auf den Dächern. Bis 2030 sollen 90 Prozent der neuen Fabrik fertig sein; die Jahreskapazität steigt dann von aktuell 54.000 auf 65.000 Pumpen.
Markt für energieeffiziente Pumpen wächst
Bereits heute fertigt KSB in Frankenthal die Pumpenreihe EtaLine Pro für gebäudetechnische Anwendungen. Der Ausbau schafft die Voraussetzungen, weitere Baureihen auf künftige Energieeffizienz-Anforderungen umzustellen. Charrier verwies auf die Relevanz des Marktsegments: „Zwischen 10 und 15 Prozent des europäischen Stromverbrauchs entfallen allein auf Pumpen." Timmermann unterstrich, dass Wettbewerbsfähigkeit kein Selbstläufer sei: „Es funktioniert nur, wenn wir neu investieren. KSB muss in Bewegung bleiben, sich verändern, den Wandel leben."















