17.04.2026 • Nachrichten

REEsilience Main Event bei Hosokawa Alpine beleuchtet Lieferkettenresilienz für seltene Erden

Am 24. März 2026 fand am Standort von Hosokawa Alpine in Augsburg der REEsilience Main Event statt. Im Mittelpunkt standen die Abhängigkeit Europas von Importen seltener Erden sowie Ansätze für eine resilientere Lieferkette – insbesondere durch das Recycling von Permanentmagneten.

Experten aus Industrie und Politik diskutierten in Augsburg über Recycling von Permanentmagneten und Versorgungssicherheit

Seltene Erden gehören zu den wichtigsten Rohstoffen für die Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Vorkommen sind vor allem in China, in den USA, Myanmar oder Australien vorhanden. Politische Spannungen wirken sich deshalb unmittelbar auf die Beschaffung aus. Mehr Resilienz in der Lieferkette ist daher die große Herausforderung für Europa, wenn es um diese wertvollen Rohstoffe geht.
Seltene Erden gehören zu den wichtigsten Rohstoffen für die Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Vorkommen sind vor allem in China, in den USA, Myanmar oder Australien vorhanden. Politische Spannungen wirken sich deshalb unmittelbar auf die Beschaffung aus. Mehr Resilienz in der Lieferkette ist daher die große Herausforderung für Europa, wenn es um diese wertvollen Rohstoffe geht.
© Hosokawa Alpine

Seltene Erden sind unverzichtbar für Permanentmagnete, die in Elektromotoren, Windkraftanlagen, Luftfahrzeugen und medizintechnischen Geräten eingesetzt werden. Die Hauptvorkommen liegen in China, den USA, Myanmar und Australien – politische Spannungen wirken sich deshalb direkt auf die Versorgungssicherheit in Europa aus. Wie eine widerstandsfähigere Lieferkette aufgebaut werden kann, stand im Mittelpunkt des REEsilience Main Events, der am 24. März 2026 am Augsburger Standort von Hosokawa Alpine stattfand.

Das EU-Projekt REEsilience wird im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon Europe finanziert und vom Institut für strategische Technologie- und Edelmetalle der Hochschule Pforzheim koordiniert. Ziel ist es, die europäische Lieferkette für Magnetmaterialien mit seltenen Erden zu stärken und Alternativen zu kritischen Rohstoffen zu entwickeln. „Als aktiver Teil des Netzwerks rund um seltene Erden tragen wir mit unserer technologischen Expertise entscheidend zur Verarbeitung und Nutzung der wertvollen Materialien bei. Dass wir die Veranstaltung in Augsburg ausrichten, war für uns daher nur konsequent", sagte Michael Kuhnen, CEO von Hosokawa Alpine.

Permanentmagnete recyceln – Chancen und Herausforderungen

Zwei Podiumsdiskussionen prägten das Programm: Die erste befasste sich mit der Stärkung der Lieferkette für Permanentmagnete in Europa – von der Mine bis zum fertigen Magneten. Die zweite widmete sich den Chancen und Herausforderungen einer stärkeren Kreislaufwirtschaft bei Permanentmagneten, einschließlich Recycling- und Wiederaufarbeitungslösungen, für die unter anderem Anlagen von Hosokawa Alpine eingesetzt werden. Yener Bicakci, Strategic Sales Manager und Spezialist für die Verarbeitung seltener Erden bei Hosokawa Alpine, brachte dabei sein Fachwissen ein.

Federica Miccoli von der Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU (GROW) der Europäischen Kommission sprach in einem Keynote Talk über die Sicherung der für den ökologischen Wandel in Europa unverzichtbaren Rohstoffe. Ergänzt wurde das Programm durch die Vorstellung von Projektergebnissen und verwandter Initiativen sowie Networking-Zeitfenster und eine Werksführung. Das Fazit der Teilnehmer: Europa ist auf einem guten Weg zu mehr Unabhängigkeit bei seltenen Erden – der Weg ist jedoch noch weit.

Anbieter

Logo:

Hosokawa Alpine AG

Peter-Dörfler-Str. 13-25
86199 Augsburg
Deutschland

Kontakt zum Anbieter







Meist gelesen