Silicon Saxony Days 2026 verzeichnen 82.500 Beschäftigte im Hightech-Sektor
Sachsens Mikroelektronik- und Softwarebranche zählt zum Stichtag 30. September 2025 rund 82.500 Beschäftigte – ein Plus von 1.500 Stellen gegenüber dem Vorjahr. Beim 20. Silicon Saxony Days in Dresden diskutierten mehr als 2.000 internationale Teilnehmende drei Tage lang über Halbleiter, KI, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Das Cluster feierte zugleich sein 25-jähriges Bestehen.
Das Dresdner Cluster wächst gegen den Bundestrend – und feiert sein 25-jähriges Bestehen mit einem erweiterten Konferenzformat.

Sachsens Mikroelektronik- und IKT-Sektor zählt zum Stichtag 30. September 2025 rund 82.500 Beschäftigte. Das entspricht einem Zuwachs von rund 1.500 Stellen gegenüber dem Vorjahr – einem Wachstum von knapp zwei Prozent. Dabei verteilt sich der Zuwachs nahezu gleichmäßig auf die Halbleiterindustrie und die Softwarebranche, die allein 40.847 Beschäftigte umfasst. „Die Entwicklung zeigt, dass die Investitionen der vergangenen Jahre zunehmend Wirkung entfalten. Während viele Branchen weiterhin unter der schwachen Konjunktur leiden, wächst die Hightech-Industrie in Sachsen weiter und schafft hochwertige Arbeitsplätze", erklärt Prof. Dr. Frank Schönefeld, Vorsitzender des Präsidiums von Silicon Saxony. Das Cluster hält an seiner Prognose fest, bis Ende des Jahrzehnts mehr als 100.000 Beschäftigte zu erreichen.

Getragen wird das Wachstum nicht allein von großen Chipfabriken, sondern zunehmend von mittelständischen Zulieferern entlang der gesamten Halbleiterwertschöpfungskette. Allein in den vergangenen zwölf Monaten bauten Unternehmen wie Air Liquide, Exyte, Mitutoyo Europe, SMC Corporation und EBARA Precision Machinery Europe ihre Präsenz in Sachsen aus oder kündigten neue Aktivitäten an. „Rund um die großen Ansiedlungen wächst ein immer dichteres Netzwerk aus spezialisierten Technologieunternehmen, Zulieferern und Dienstleistern. Genau diese Breite der Wertschöpfung macht den Standort resilient", sagt René Reichardt, Geschäftsführer von DAS Environmental Expert und Mitglied des Präsidiums von Silicon Saxony.
20. Silicon Saxony Days als europäisches Hightech-Treffen
Die 20. Auflage der Silicon Saxony Days wuchs mit mehr als 2.000 Teilnehmenden auf drei Veranstaltungstage an. Das neue Format fiel mit dem 25-jährigen Bestehen des Clusters zusammen, das am 19. Dezember 2000 gegründet wurde. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer würdigte die Entwicklung: „25 Jahre Silicon Saxony sind eine beeindruckende Erfolgsgeschichte für Sachsen, Deutschland und Europa. Aus einer starken regionalen Initiative ist eines der bedeutendsten Mikroelektronik- und IT-Cluster Europas entstanden."
Internationale Aufmerksamkeit erhielt die Veranstaltung durch 14 Wirtschafts- und Innovationsdelegationen aus Europa, Nordamerika und Asien. Taiwan war in diesem Jahr Special Partner. Mit der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding zwischen Sachsen und Finnland sowie dem Start des Deutschen Taiwanischen Wirtschaftsnetzwerks wurden strategische Partnerschaften ausgebaut. Beim IPCEI Connect trafen sich Vertreter europäischer IPCEI-Projekte und Akteure der Halbleiterwertschöpfungskette. Rund 75 Start-ups präsentierten sich, darunter im Rahmen der erstmals verliehenen Silicon Saxony Startup Awards.
Nachhaltigkeit als neues Konferenzthema
Erstmals widmeten die Silicon Saxony Days einen eigenen Programmstrang der Nachhaltigkeit: Das von Hüthig Medien organisierte Sustainability Gate bündelte Themen wie Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft und nachhaltiges Produktdesign. Ergänzt wurde es durch das Zero Emissions Fab Gate von DAS Environmental Expert, das sich gezielt an die Herausforderungen moderner Halbleiterfabriken richtete – von Abgas- und Abwasserbehandlung über Wasserwiederverwendung bis hin zu resilienten Infrastrukturkonzepten.















