VDI veröffentlicht Expertenempfehlung zu Trockenreinräumen für die Batteriefertigung
Wo bereits geringe Luftfeuchten Produktionsprozesse gefährden – etwa in der Lithium-Batterieproduktion – sind Trockenreinräume mit extrem niedrigen Taupunkten erforderlich. Die neue VDI-Expertenempfehlung VDI-EE 2083 Blatt 4.3 beschreibt die klimatischen Anforderungen sowie planerische und betriebliche Aspekte solcher Bereiche.
In der Fertigung von Lithium-Batterien können bereits geringe Mengen Feuchtigkeit in der Raumluft Materialien und Prozesse beeinträchtigen.Trockenreinräume mit Taupunkten von maximal 0 °C, häufig bis zu -50 °C, sind daher eine zentrale Anforderung in der Batteriefertigung. Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) hat im Januar 2026 mit der VDI-EE 2083 Blatt 4.3 eine Expertenempfehlung veröffentlicht, die sich an Fachleute richtet, die solche Bereiche planen und betreiben.
Die Empfehlung beschreibt die notwendigen klimatischen Bedingungen und geht dabei nicht auf die eigentlichen Herstellungsprozesse ein. Im Mittelpunkt steht die Kontrolle von Wasser als Kontaminante – im Unterschied zur klassischen Partikelvermeidung in Reinräumen.
Gebäudedichtheit und Adsorptionstrocknung als Schlüsselfaktoren
Ein zentrales Thema der Empfehlung ist die Dichtheit der Umschließungsflächen und Kanalsysteme. Bereits geringe Undichtigkeiten ermöglichen das Eindringen von Feuchtigkeit aus der Umgebung; deren Entfernung erfordert erheblichen Energieaufwand. Die erforderlichen Taupunkte werden mit Adsorptionstrocknung erreicht. Um Schäden an den Trocknern zu vermeiden, muss die Freisetzung bestimmter Substanzen aus Dichtungen und anderen Komponenten ausgeschlossen werden. Darüber hinaus weist die Empfehlung auf den erhöhten Verschleiß bei Tribo-Systemen unter diesen extremen Bedingungen hin.
Seit dem 1. Mai 2026 liegt die VDI-EE 2083 Blatt 4.3 auch in englischer Sprache vor. Die Empfehlung kann zum Preis von 89,00 EUR bei DIN Media bestellt werden; VDI-Mitglieder erhalten 10% Preisvorteil auf alle VDI-Richtlinien.














