11.06.2026 • Nachrichten

VDMA: Produktion von Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen 2025 auf Rekordniveau

Die Hersteller von Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen erreichen 2025 in Deutschland ein Produktionsvolumen von knapp 17 Mrd. EUR. Das entspricht einem Plus von 4,9% gegenüber dem Vorjahr. Grundlage des Wachstums ist vor allem ein hoher Auftragsbestand zum Jahresbeginn. Besonders die Verpackungstechnik legt zu und kommt auf 9 Mrd. EUR (+8%).

Christian Traumann
Christian Traumann
© VDMA

„Unsere Branche weist in den letzten Jahren eine anhaltend positive Entwicklung auf, Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen sind weltweit hochgefragt. Insbesondere die Hersteller von Verpackungsmaschinen können auf ein starkes Jahr 2025 zurückblicken und einen Zuwachs von 8 Prozent auf 9 Milliarden Euro erzielen“, sagte Christian Traumann.

Exportstruktur stabil, USA wichtigster Einzelmarkt

Die Ausfuhren steigen 2025 um 2 % auf rund 11 Mrd. EUR. Verpackungsmaschinen und Abfülltechnik stellen dabei fast 70 % des Exportvolumens. Europa bleibt mit 48 % Anteil wichtigste Absatzregion, davon 35 % innerhalb der EU-27.
Nordamerika folgt als zweitgrößter Markt, wobei die USA mit 1,8 Mrd. EUR und 16 % Anteil führend sind. Trotz Zollpolitik gehen die Lieferungen nur geringfügig zurück (−1 %). In Asien liegt der Anteil bei 14 %, während China auf Rang fünf zurückfällt und 2025 um 8 % auf 409 Mio. EUR sinkt.
Die Branche kompensiert regionale Schwankungen durch eine breite internationale Aufstellung. Wachstumsimpulse kommen aus einzelnen Märkten wie Mexiko, Ägypten, Algerien, Südafrika, Japan und Brasilien. Insgesamt beträgt die Exportquote etwa 80 %.

Perspektiven durch Nachfrage, Druck durch Standortfaktoren

Die globale Nachfrage nach verarbeiteten und verpackten Lebensmitteln entwickelt sich weiter dynamisch. Eine steigende Bevölkerung sowie wachsende Märkte in Asien und Afrika treiben den Bedarf an Maschinen für Lebensmittel- und Pharmaanwendungen.
Gleichzeitig belasten geopolitische Konflikte, konjunkturelle Schwächen und Unsicherheiten bei Investitionen die Auftragseingänge. Diese liegen 2025 leicht unter Vorjahr und entwickeln sich auch im ersten Quartal 2026 verhaltener.
Zunehmender Wettbewerb aus China sowie strukturelle Standortnachteile in Europa wirken zusätzlich. Dazu zählen hohe Energie- und Arbeitskosten sowie regulatorische Anforderungen.
„Wir haben in Deutschland und Europa einen sehr innovativen Maschinenbau, dessen weiterer Erfolg von besseren Rahmenbedingungen und offenen Märkten abhängt. Wir fordern, dass endlich die angekündigten Reformen kommen und unsere Innovationsfähigkeit nicht durch überbordende Regulierung ausgebremst wird. Das Engagement für weitere Freihandelsabkommen begrüßen wir sehr“, resümierte Christian Traumann.
Die Fachmesse interpack in Düsseldorf dient der Branche als zentrale Plattform für Austausch und Innovation entlang der Wertschöpfungskette.

Anbieter

VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

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