26.05.2026 • Nachrichten

VDMA sieht Industrial AI als Schlüssel für Wertschöpfung im Maschinenbau

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Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sieht in Industrial AI einen wichtigen Ansatz für die Weiterentwicklung industrieller Wertschöpfung. In einem aktuellen Positionspapier beschreibt der Verband, wie künstliche Intelligenz zur Steigerung von Produktivität, zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und zur Stärkung technologischer Souveränität beitragen kann.

Grundlage hierfür sind industrielles Domänenwissen, vernetzte Datenökosysteme und Anwendungen direkt in der Produktion. Ziel ist es, Prozesse effizienter zu gestalten und datenbasierte Anwendungen stärker in die industrielle Praxis zu integrieren.

Einbindung in bestehende Produktionsstrukturen

Nach Einschätzung des VDMA entfaltet Industrial AI ihren Nutzen vor allem dann, wenn sie in bestehende Prozesse und Strukturen integriert wird. Dazu gehören sowohl Produktionsanlagen als auch IT-Systeme entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Eine wichtige Rolle spielen dabei technische Standards und Datenmodelle. Technologien wie OPC UA, digitale Zwillinge und industrielle Datenräume ermöglichen eine strukturierte und unternehmensübergreifende Nutzung von Daten. Auf dieser Basis lassen sich KI-Anwendungen aus Entwicklungsprojekten in den kontinuierlichen Betrieb überführen.

„Deutschland und Europa verfügen über eine außergewöhnlich starke industrielle Basis“, sagt Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA. „Unsere Maschinenbauindustrie ist technologisch führend – von Automatisierungstechnik über Sensorik und Bildverarbeitung bis hin zu Production Excellence. Zudem verfügen wir über hunderte leistungsfähige Softwareunternehmen in unserem Ökosystem. Dieses industrielle Domänenwissen ist der eigentliche Schlüssel für Marktdominanz im Zeitalter der Industrial AI. Wer die Prozesse versteht, wird auch die KI erfolgreich einsetzen."

Robotik als zukünftiges Einsatzfeld

Ein weiterer Schwerpunkt des Positionspapiers liegt auf der Robotik. Insbesondere sogenannte humanoide Systeme werden als zukünftiges Anwendungsfeld beschrieben. Diese Systeme kombinieren Wahrnehmung und Handlung und können in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden.

„Humanoide Roboter werden eine neue Maschinenklasse begründen“, erläutert Rauen. „Sie finden Anwendung in Industrie, Logistik, Pflege, Haushalt oder Landwirtschaft. Quantitativ wie qualitativ bildet sich hier ein zentrales Zukunftsfeld der Industriegesellschaft heraus, das die europäische Industrie besetzen muss.“

Neben technologischen Aspekten nennt der Verband auch wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Dazu zählen unter anderem ein digitaler Binnenmarkt, ein stärker integrierter Kapitalmarkt sowie regulatorische Vorgaben für den Einsatz von KI.

Positionspapier des VDMA zu Industrial AI

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