Nachhaltiger Laborbau vereint Hygienestandards und Energieeffizienz im Betrieb
Am Beispiel des „Labor der Zukunft" in Wien zeigt Lorenz Consult, wie sich Nachhaltigkeitsziele und hohe Laboranforderungen über den gesamten Lebenszyklus vereinbaren lassen. Von der TQB-Zertifizierung über Energiekonzept und Materialwahl bis zur flexiblen Raumnutzung: Der Forschungsbau zeigt, wie Ökologie, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit zusammenwirken.
Autor: Christian Lorenz, Geschäftsführer, Lorenz Consult ZT
Ein Forschungsbau in Wien zeigt, wie Zertifizierung, Energiekonzept und Materialwahl zusammenwirken.

Moderne Laborgebäude müssen heute mehr leisten, als nur hohe technische und hygienische Anforderungen zu erfüllen. Gefragt sind Lösungen, die ökologische Verantwortung, funktionale Leistungsfähigkeit und wirtschaftliche Effizienz über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes verbinden. Wie das gelingt, zeigt das „Labor der Zukunft“ in Wien.
Nachhaltigkeit im Laborbau beginnt schon in der frühen Planungsphase. Dort werden klare Nachhaltigkeitsziele festgelegt. Lebenszyklusanalysen (LCA) und Lebenszykluskostenberechnungen (LCC) bewerten Entscheidungen über die gesamte Nutzungsdauer. So lassen sich Materialien und technische Systeme erkennen, die langlebig, energieeffizient und wirtschaftlich sinnvoll sind – ohne Abstriche bei Sicherheit, Hygiene oder Leistungsfähigkeit.
Nachhaltigkeitszertifizierungen geben dafür von Beginn an einen verlässlichen Bewertungsrahmen vor. Sie machen ökologische, ökonomische und soziale Kriterien transparent und vergleichbar. Zugleich sichern sie die Qualität über den gesamten Lebenszyklus. So bewertete die ÖGNI, die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Im-
mobilienwirtschaft, das „Labor der Zukunft“ nach der TQB-Zertifizierung (Total Quality Building). Dieses österreichische Nachhaltigkeits- und Qualitätsbewertungssystem betrachtet Energie, Gesundheit, Komfort,
Ressourceneffizienz und Lebenszykluskosten ganzheitlich. Es gehört zu den etablierten ganzheitlichen Gebäudebewertungssystemen Europas und gilt als österreichisches Pendant zur Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB).
Inhalt:
- Ein Forschungsbau in Wien zeigt, wie Zertifizierung, Energiekonzept und Materialwahl zusammenwirken.
- Energieeffizienz und CO2-Reduktion gezielt umsetzen
- Besondere Anforderungen an den Innenausbau
- Materialwahl zwischen Funktionalität und Ökologie
- Flexibilität für eine langfristige Gebäudenutzung
- Digitale Planung als Nachhaltigkeitstreiber
- Nachhaltigkeit unter wirtschaftlichen Bedingungen
- Fazit
- Christian Lorenz
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