10.04.2026 • Praxisberichte

Präzise Aufbereitung und Überwachung von Trinkwasser in modernen Wasserwerken

Steigende Anforderungen an Trinkwasseranalysen und dokumentation erhöhen den Druck auf Wasserwerke. Präzise Mess- und Dosiertechnik für Ozon und Chlor ist entscheidend, um mikrobiologische Sicherheit zu gewährleisten und Grenzwerte einzuhalten. Moderne Sensorik, modulare Armaturen und Multiparametersysteme unterstützen einen stabilen und wartungsarmen Betrieb.

AUtor: Johannes Kienle, Endress + Hauser

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Im Verteilernetzwerk sichert die Depotwirkung von freiem Chlor eine sichere Versorgung der Endverbraucher.
© Bodensee-Wasserversorgung

Wie stabile Messungen und geeignete Desinfektionsstrategien die Trinkwassersicherheit unterstützen

In Anbetracht aktueller Herausforderungen wie Klimawandel und Wasserknappheit auch in Europa wird eine sichere Aufbereitung und Verteilung des Trinkwassers immer wichtiger. So verlangt die Gesetzgebung immer mehr Wasseranalysen und verschärft bestehende Grenzwerte. Zusätzlich wird der Dokumentationsbedarf höher.

Hoher Wasserbedarf stellt Trinkwasser­versorger vor große Aufgaben

Laut Umweltbundesamt nutzt im Schnitt jede Person in Deutschland täglich 126 l Trinkwasser im Haushalt. Für die Herstellung von Lebensmitteln, Bekleidung und anderen Bedarfsgütern wird dagegen so viel Wasser verwendet, dass es 7.200 l pro Person und Tag entspricht. Diese enorme Menge an Wasser wird von den unterschiedlichsten Trinkwasseranlagen in Deutschland zur Verfügung gestellt. Große Versorger liefern z. B. Wasser für bis zu 4 Mio. Einwohner täglich und haben ein Leitungsnetz von über 1.500 km. Hier wird das Wasser relativ schnell verbraucht, während bei kleineren Anlagen, deren Netz deutlich kürzer ist, das Wasser bis zu drei Wochen in der Leitung verbleiben kann. Trotz aller Unterschiedlichkeit müssen die Anlagenbetreiber für eine sichere Trinkwasseraufbereitung und einen adäquaten Schutz des Verteilernetzwerks sorgen.

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