Explosionsrückschlagklappe für Prozessindustrie erfüllt Normen der kommenden Jahre
Rico Sicherheitstechnik zeigt auf der Powtech in Nürnberg die neue Generation der Explosionsrückschlagklappe Redex Flap. Die kürzlich erfolgreich abgeschlossene Baumusterprüfung sowie größere Einbauabstände und mehr Flexibilität bei der Anlagenplanung bieten Anwendern in der Prozessindustrie zusätzliche Sicherheit und Investitionsschutz.
Neue Klappengeneration bietet mehr Flexibilität beim Einbau und erfüllt bereits künftige EU-Produktnormen.

Die Rico Sicherheitstechnik ist auf der Powtech vertreten, die vom 29. September bis 1. Oktober 2026 in Nürnberg stattfindet. Das Unternehmen zeigt die neue Generation der Explosionsrückschlagklappe Redex Flap sowie deren kürzlich erfolgreich abgeschlossene Baumusterprüfung. Besuchende können sich am Stand über technische Details, die aktuelle Zertifizierung sowie individuelle Einsatzmöglichkeiten der neuen Klappengeneration informieren. Bei der Redex Flap handelt es sich um eine Explosionsrückschlagklappe für Staubanwendungen. Sie verhindert die Ausbreitung von Explosionen bei entgegengesetzter Strömungs- und Explosionsrichtung. Die neue Generation ist für die Nennweiten DN 140 bis DN 400 ausgelegt.
Größere Einbauabstände erhöhen Flexibilität bei der Anlagenplanung
Nach Angaben von Jürgen Kern, Leiter Produktkonformität bei Rico, war ein zentrales Ziel der Weiterentwicklung, Planern und Anlagenbetreibern mehr Freiheit bei der Auslegung ihrer Anlagen zu verschaffen. Die neue Klappe lässt sich je nach Nennweite bereits ab minimalen Einbauabständen von 3,25 bis 3,50 m bis zu einem maximalen Einbauabstand von 10 m einsetzen. Zwischen der Explosionsquelle und der Klappe können zudem bis zu vier Rohrbögen eingeplant werden, die nach Angaben des Unternehmens ohne zusätzliche Ein- und Auslaufstrecken direkt vor und nach der Klappe positioniert werden dürfen. Die Rückschlagklappe lässt sich horizontal und vertikal einbauen, mit Explosionsrichtung von oben oder von unten. Ein Umbau-Kit ermöglicht es, die Einbaulage kurzfristig vor der Inbetriebnahme von horizontal auf vertikal oder umgekehrt zu ändern.
Hohe Druckstoßfestigkeit für anspruchsvolle Anwendungen
Die Klappe lässt sich in Anlagen mit einer Druckstoßfestigkeit von bis zu 1 barg integrieren. Diese Belastbarkeit wurde nach Angaben des Herstellers auf Marktwunsch hin entwickelt. Die aktuelle Baumusterprüfung der Anlagenkomponente erfolgte für organische Stäube mit KSt-Werten bis 260, je nach Nennweite teilweise bis 320. Das Produkt erfüllt zudem bereits die Anforderungen der überarbeiteten Produktnormen EN 16447 und EN 15089, die erst 2027 in Kraft treten. Gegenüber der Vorgängergeneration strebt der Hersteller außerdem erstmals eine Zertifizierung sowohl für den Pull- als auch für den Push-Betrieb an.














