FDA-Zulassung für lebensmitteltaugliche HDPE- und PP-Rezyklate
Coperion hat von der U.S. Food and Drug Administration (FDA) den Letter of No Objection (LNO) für seine HDPE- und PP-Recyclingtechnologie erhalten. Die Kombination aus Doppelschneckenextruder und Siloentgasung EcoFresh ist damit für die Herstellung von Rezyklaten mit direktem Lebensmittelkontakt zertifiziert – bei Durchsätzen bis 6.000 kg/h.

Coperion hat von der U.S. Food and Drug Administration (FDA) den Letter of No Objection (LNO) für seine High-Density-Polyethylen (HDPE)- und Polypropylen (PP)-Recyclingtechnologie erhalten. Die FDA bescheinigt damit, dass die Kombination aus Coperion Doppelschneckenextruder und Siloentgasung EcoFresh zur Herstellung von rHDPE und rPP die Anforderungen für den direkten Lebensmittelkontakt erfüllt. Die Bestätigung basiert auf einem Challenge-Test, in dem die Dekontaminationsleistung beider Technologien geprüft wurde. Das System ist für Durchsätze von kleinen Mengen bis zu 6.000 kg/h ausgelegt. Laut Stefan Lachenmayer, Global Commercial Director Recycling bei Coperion, können mit dem Verfahren Rezyklate hergestellt werden, die in Anteilen bis zu 100% für neue Lebensmittelverpackungen eingesetzt werden dürfen – einschließlich der FDA Use Cases A bis H, die unter anderem Verpackungen für hitzesterilisierte, pasteurisierte und tiefgekühlte Produkte umfassen.
Anwendungsbeispiele und Materialströme
Aus gebrauchten HDPE-Milch- und Fruchtsaftflaschen lässt sich lebensmitteltaugliches Regranulat erzeugen, das erneut zur Flaschenproduktion eingesetzt werden kann. Für rPP kommen Gemüseschalen, Joghurtbecher und ähnliche Verpackungen als Ausgangsmaterial in Frage; das Rezyklat eignet sich wiederum für Lebensmittelbehälter, Becher und Schalen mit direktem Lebensmittelkontakt.
Zweistufiger Dekontaminationsprozess
Das Ausgangsmaterial wird über gravimetrische Coperion-K-Tron-Dosierer in den Doppelschneckenextruder geführt, dort aufgeschmolzen, gemischt, homogenisiert und prozessstabil entgast. Ein Schmelzfilter entfernt feste Fremdstoffe, anschließend wird granuliert. In einem zweiten Schritt durchläuft das Granulat die Siloentgasung EcoFresh, in der auch schwer flüchtige Migrationsstoffe bei vergleichsweise kurzer Verweilzeit zuverlässig entfernt werden. Die Schneckenkonfiguration ist für die jeweilige Recyclinganwendung ausgelegt.
Tests im Recycling Innovation Center
Recyclingunternehmen können die Dekontaminationsleistung beider Technologien im Recycling Innovation Center von Coperion mit eigenen Originalstoffströmen testen. In Verbindung mit dem Technikum von Herbold Meckesheim, das Zerkleinerungs- und Reinigungsschritte abdeckt, lässt sich der gesamte Recyclingprozess in den Testzentren abbilden.
Technische Spezifikationen:
- Zertifizierung: FDA Letter of No Objection (LNO)
- Materialien: rHDPE (aus HDPE-Getränkeflaschen/-verschlüssen), rPP (aus Gemüseschalen, Joghurtbechern u. Ä.)
- Maximaler Durchsatz: 6.000 kg/h
- Extrudertyp: gleichsinnig drehender Doppelschneckenextruder
- Zweiter Dekontaminationsschritt: Siloentgasung EcoFresh
- Dosierung: gravimetrische Coperion-K-Tron-Dosierer
- FDA Use Cases: A–H (inkl. hitzesterilisierte, pasteurisierte, tiefgekühlte Produkte)
- Rezyklat-Einsatzanteil: bis 100%













