02.04.2026 • Technik

Kennzeichnungstechnologien für EU-Verpackungsverordnung und Digitalen Produktpass

Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) und der Digitale Produktpass (DPP) stellen Verpackungsbetriebe vor neue Anforderungen an die Codierung. REA Elektronik zeigt auf der Interpack 2026 (Halle 8b/C17), wie Laser-, Tintenstrahl- und Etikettierungssysteme sowie Codeprüftechnik diese Anforderungen erfüllen – von der Direktbeschriftung von Monomaterialien bis zur Turn-Key-Drucklösung.

REA Elektronik präsentiert auf der Interpack 2026 neue Laser-, Tintenstrahl- und Prüfsysteme

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© Rea Elektronik

Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) schreibt ab Sommer 2026 vor, dass Verpackungen so weit wie möglich wiederverwertbar sein müssen. Gleichzeitig verpflichtet der Digitale Produktpass (DPP) immer mehr Warengruppen zur eindeutigen, rückverfolgbaren Codierung. Beide Regelwerke wirken sich direkt auf die eingesetzten Kennzeichnungstechnologien aus. REA Elektronik, Anbieter von Kennzeichnungs- und Codeprüfsystemen, präsentiert auf der Interpack 2026 in Düsseldorf (Halle 8b/C17, 7.–13. Mai) mehrere neue Produkte, die auf diese regulatorischen Anforderungen ausgerichtet sind.

Neue Laser- und Drucksysteme

Für die Direktbeschriftung von Kunststoffen, Folien und Monomaterialien – die zwar sortenrein recycelbar sind, auf denen Tinte aber weniger gut haftet – stellt das Unternehmen den neuen REA UV Laser vor. Das System erzeugt die Kennzeichnung durch einen photochemischen Farbumschlag im Material selbst, ohne Additive. Die Materialeigenschaften bleiben dabei unverändert.

Der neue REA Laser CL 100 mit 100 Watt ist das leistungsstärkste Modell der CO2-Laser-Serie. Per Ablationsverfahren bringt er QR-Codes auf bis zu 60.000 Produkte pro Stunde auf.

Für die Anforderungen des DPP erweitert der REA Jet HR NX die Reihe der hochauflösenden Tintenstrahldrucker mit HP-Drucktechnologie. Die 1-Zoll-Kartusche ermöglicht ausreichende Codehöhen für normkonforme 2D-Codes. Ergänzend bietet der Hersteller migrationsarme, UV-aushärtende Tinten für REA Jet HR und REA Jet UP, die einen dauerhaften Druck auf Kunststoffe, insbesondere Monofolien, gewährleisten. Die Tinten verhindern, dass Farbstoffe ins Produkt migrieren oder durch Abklatsch übertragen werden – eine relevante Anforderung in der Lebensmittelkennzeichnung.

Integrierte Lösung und Codeprüfung

Das System REA Print-Inspect vereint Code-Erstellung, hochauflösenden Druck und Qualitätskontrolle in einem Paket. Es ist als Einzelkomponenten-Lösung oder als Turn-Key-System mit Förderband und Ausschleusung erhältlich. Die Steuerung erfolgt über einen Panel-PC mit integrierter Kamera zur unmittelbaren Überprüfung der Druckqualität.

Als Experte in der Pharma-Serialisierung setzt das Unternehmen datenbankgestützte Systeme ein, die sicherstellen, dass jeder Code – unabhängig von der Anzahl der Produktionslinien oder -standorte – nur einmal vergeben wird. Diese Infrastruktur bildet auch die Grundlage für die Einführung des DPP. Auf der Messe zeigt es zudem den ersten Prototyp einer neuen Entwicklung aus der Produktlinie REA Verifier für die messtechnische Codeprüfung, die voraussichtlich Ende 2026 auf den Markt kommt. Darüber hinaus ist bis 2027 erwartet, dass der 2D-Code den klassischen EAN-Strichcode im Handel ergänzt oder ersetzt.

Frank Debusmann, Sales Director National bei REA Elektronik, hält am 7. Mai 2026 ab 13.20 Uhr einen Vortrag im SPOTLIGHT Forum der Interpack zum Thema „PPWR: Chancen & Risiken. Zwischen Effizienz & Verantwortung".

Technische Spezifikationen:

- REA UV Laser: Direktbeschriftung von Kunststoffen und Monomaterialien durch photochemischen Farbumschlag, ohne Additive
- REA Laser CL 100: CO2-Laser, 100 Watt, Ablationsverfahren, bis zu 60.000 Produkte pro Stunde
- REA Jet HR NX: Hochauflösender Tintenstrahldrucker mit HP-Drucktechnologie, 1-Zoll-Kartusche
- REA Jet HR / REA JET UP: Kompatibel mit migrationsarmen, UV-aushärtenden Low-Migration-Tinten für Monofolien
- REA Print-Inspect: Integriertes System aus Code-Erstellung, Druck und Kamerakontrolle; verfügbar als Einzelkomponenten- oder Turn-Key-Lösung mit Förderband und Ausschleusung
- REA Verifier (Neuentwicklung): Prototyp für messtechnische Codeprüfung, Markteinführung geplant Ende 2026



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