Mobile Laserreinigung reduziert Stillstandzeiten bei Presswerkzeugen
Rückstände wie Zunder, Aluminiumanhaftungen und allgemeine Verschmutzungen beeinträchtigen bei Presswerkzeugen aus gehärtetem Werkzeugstahl regelmäßig Prozessstabilität und Bauteilqualität. Eine mobile, laserbasierte Reinigungslösung entfernt diese Rückstände direkt am Einsatzort, ohne Demontage des Werkzeugs. Das Verfahren verzichtet auf Strahlmittel und chemische Zusätze und verbessert die Standzeit der Werkzeuge.

In der industriellen Umformtechnik beeinflusst der Zustand von Werkzeugoberflächen maßgeblich Prozessstabilität, Bauteilqualität und Werkzeugstandzeit. Presswerkzeuge aus gehärtetem Werkzeugstahl sind davon besonders betroffen: Im laufenden Betrieb sammeln sich unterschiedliche Rückstände auf der Oberfläche an.
Rückstände beeinträchtigen Prozess und Qualität
In einem dokumentierten Anwendungsfall bildeten sich an einem Umformwerkzeug aus gehärtetem Werkzeugstahl Rückstände durch allgemeinen Schmutz, Zunder sowie Aluminiumanhaftungen. Zusätzlich traten Abriebspuren auf. Diese wirkten sich negativ auf Oberflächenqualität und Prozesssicherheit aus.
Konventionelle Reinigungsverfahren stoßen an Grenzen
Konventionelle Reinigungsverfahren wie Trockeneisstrahlen oder chemische Reinigung erwiesen sich als aufwendig und ressourcenintensiv. Sie erforderten erhöhten organisatorischen Aufwand und Energieeinsatz. Zusätzliche Betriebsmittel fielen an, teilweise verbunden mit Entsorgungsaufwand und Belastungen für das Bedienpersonal. Häufig waren zudem Stillstandzeiten sowie vorbereitende Maßnahmen wie Demontage oder der Aufbau von zusätzlichem Equipment notwendig.
Mobile Laserreinigung direkt am Einsatzort
Zur Verbesserung des Reinigungsprozesses kam eine mobile, laserbasierte Reinigungslösung zum Einsatz. Das Presswerkzeug konnte in der Regel direkt im eingebauten Zustand bearbeitet werden, wodurch Demontagezeiten entfielen.
Das Verfahren entfernt Rückstände wie Zunder, Aluminiumanhaftungen und allgemeine Verschmutzungen gezielt und materialschonend, ohne das Grundmaterial relevant zu beeinflussen. Zusätzliche Strahlmittel oder chemische Abfälle entstehen dabei nicht. Der Prozess läuft zudem mit deutlich reduzierter Geräuschentwicklung ab.
Effizienzsteigerung und verbesserte Werkzeugperformance
Der Einsatz der Laserreinigung beschleunigte den Reinigungsprozess deutlich, da der Aufbau umfangreicher Peripherie entfiel. Gleichzeitig ließ sich ein gleichmäßiges und reproduzierbares Reinigungsergebnis erzielen. Ein weiterer Effekt zeigte sich in der erhöhten Standzeit des Werkzeugs: Da die Reinigung materialschonend erfolgt, entstehen keine zusätzlichen mechanischen Belastungen. Insgesamt führte die Lösung zu reduzierten Stillstandzeiten und einer verbesserten Prozessstabilität.
Für den Einsatz in der Umformtechnik ergeben sich daraus mehrere Prüfkriterien: die Materialverträglichkeit des Laserverfahrens mit dem jeweiligen Werkzeugstahl, die Integrierbarkeit der mobilen Anlage in bestehende Fertigungsumgebungen sowie die Reproduzierbarkeit des Reinigungsergebnisses über wiederholte Zyklen hinweg.














