02.04.2026 • Nachrichten

Ernährungsindustrie steigert Umsatz im Dezember 2025 um 3,4 Prozent

Laut BVE-Konjunkturreport vom März 2026 erzielte die deutsche Ernährungsindustrie im Dezember 2025 einen nominalen Gesamtumsatz von 19,7 Mrd. EUR – ein Plus von 3,0% gegenüber dem Vorjahresmonat. Preisbereinigt wuchs der Umsatz um 3,4%. Gleichzeitig bleibt das Geschäftsklima laut ifo-Index mit 91,5 Punkten deutlich unter der Neutralmarke von 100 Punkten.

Der BVE-Konjunkturreport März 2026 zeigt steigende Nominal- und Realumsätze, während das Geschäftsklima verhalten bleibt

Die deutsche Ernährungsindustrie hat im Dezember 2025 ihren Umsatz gesteigert. Der nominale Gesamtumsatz lag bei 19,7 Mrd. EUR, was einem Anstieg von 3,0% gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Preisbereinigt – also um Preisveränderungen korrigiert – wuchs der Umsatz um 3,4%. Das geht aus dem Konjunkturreport der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) vom März 2026 hervor.

Das Inlandsgeschäft trug mit 12,9 Mrd. EUR zum Gesamtumsatz bei, ein nominaler Zuwachs von 3,1%. Preisbereinigt stieg der Inlandsumsatz ebenfalls um 3,1%. Der nominale Auslandsumsatz lag bei 6,8 Mrd. EUR und ging damit im Jahresvergleich um 2,9% zurück. Ausfuhrpreise sanken um 1,0%, die Inlandsverkaufspreise gaben nur leicht um 0,1% nach. Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex, der die real produzierte Gütermenge misst, lag im Dezember um 0,2% unter dem Vorjahresniveau.

Rohstoff- und Energiepreise unter Druck

Agrarrohstoffe und Energie bleiben zentrale Kostenfaktoren in der Lebensmittelproduktion. Der FAO Food Price Index stieg im Februar 2026 auf 125,3 Punkte, ein Plus von 1,2% gegenüber dem Vormonat. Den stärksten Anstieg verzeichnete der Teilindex für Öle mit 3,3%, gefolgt von Fleisch mit 2,0% und Getreide mit 1,1%. Die Indizes für Zucker und Milchprodukte gaben um 4,1% bzw. 2,0% nach.

Die deutschen Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte lagen im Dezember 2025 um 8,3% unter dem Vorjahresniveau, jedoch rund 25% über dem Vorkrisenniveau von Anfang 2020. Bei den Energierohstoffen sanken die Erzeugerpreise für Erdgas im Januar 2026 um 4,4% gegenüber dem Vormonat, die für Erdöl um 4,6%. Trotz dieser Rückgänge liegen die Erdgaspreise noch rund 208% über dem Niveau von Anfang 2020.

Geschäftsklima weiterhin unter Neutralmarke

Der ifo-Geschäftsklimaindex für die Ernährungsindustrie stieg im Februar 2026 gegenüber dem Vormonat um 4,5 Punkte auf 91,5 Punkte, bleibt damit jedoch deutlich unter der neutralen Marke von 100 Punkten. Auch die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage verbesserte sich leicht auf 88,3 Punkte. Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate stiegen auf 94,6 Punkte. Dennoch rechnen 32,1 von 100 befragten Unternehmen mit einer Verschlechterung, nur 20,8 mit einer Verbesserung.

Das GfK-Konsumklima verbesserte sich im Februar leicht von minus 26,9 auf minus 24,2 Punkte, wird für März jedoch mit einer leichten Korrektur auf minus 24,7 Punkte erwartet. Die Lebensmittelpreise stiegen im Januar 2026 im Jahresvergleich um 2,6%, die allgemeinen Verbraucherpreise um 2,1%.

Anbieter

Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e. V.

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Deutschland

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