24.02.2026 • Nachrichten

Umweltpreis der Viktor und Sigrid Dulger Stiftung 2025 für Dr. Eva-Marie Metz

Die Viktor und Sigrid Dulger Stiftung verleiht ihren Umweltpreis 2025 an Eva-Marie Metz vom Institut für Umweltphysik der Universität Heidelberg. Ihre Dissertation untersucht, wie trockene Böden nach dem ersten Regen CO₂ freisetzen und welchen Einfluss dieser Effekt auf den globalen Kohlenstoffkreislauf hat. Die Ergebnisse sind relevant für die Klimamodellierung.

Dissertation von Eva-Marie Metz zeigt Einfluss trockener Böden auf CO₂-Flüsse nach Niederschlagsereignissen.

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Prof. Tabea Bork-Hüffer (Mitglied im HCE-Direktorium), Prof. Jale Tosun (Mitglied im HCE-Direktorium), Andreas Zühlcke (als Vertreter der Viktor & Sigrid Dulger Stiftung), im Hintergrund die Preisträgerin Dr. Eva-Marie Metz, Dr. Sanam Vardag (Laudatorin, Institut für Umweltphysik), Prof. André Butz (zukünftiger Geschäftsführender Direktor des HCE), Prof. Thomas Rausch (Mitglied im Direktorium des HCE).
© Dr. Florian Freundt (HCE)

Die Viktor und Sigrid Dulger Stiftung zeichnet 2025 die Wissenschaftlerin Dr. Eva-Marie Metz vom Institut für Umweltphysik der Universität Heidelberg aus. Ihre Dissertation untersucht Prozesse des globalen Kohlenstoffkreislaufs und zeigt, welchen Beitrag Böden in semiariden Regionen nach Niederschlagsereignissen zur atmosphärischen CO₂-Konzentration leisten. Der mit 10.000 EUR dotierte Preis wird jährlich für wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Umweltforschung vergeben.

Dr. Metz analysierte Regionen der südlichen Hemisphäre, in denen es über längere Zeiträume trocken ist. Sobald dort nach einer Trockenphase der erste Regen fällt, setzen Böden kurzfristig große Mengen CO₂ frei. Dieser als CO₂-Puls bezeichnete Gasaustritt wurde bislang kaum berücksichtigt, obwohl er für die globale CO₂-Bilanz eine größere Rolle spielt als angenommen. Die Ergebnisse tragen dazu bei, saisonale und regionale Schwankungen des atmosphärischen CO₂-Gehalts besser zu erklären und Klimamodelle präziser auszurichten.

Die Jury des Heidelberg Center for the Environment hob hervor, dass Metz Messdaten mit Beobachtungen von Ökosystemen sowie Modellrechnungen der Biosphäre kombinierte. Die Arbeit sei aufgrund ihres Erkenntnisgewinns nicht nur wissenschaftlich bedeutsam, sondern auch praxisrelevant.

Von Seiten der ProMinent Unternehmensgruppe betonte Andreas Zühlcke, Vice President Product Management und Marketing, die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Wasser. Die Forschung zeige, wie stark Wasser-, Boden- und Klimaprozesse miteinander verknüpft seien und unterstreiche die Relevanz nachhaltiger Lösungen für Wasseraufbereitung und Wassermanagement.
Die Viktor und Sigrid Dulger Stiftung fördert seit vielen Jahren junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Bereich der Umweltforschung und erinnert mit dem Preis an ihren Stifter, Prof. Viktor Dulger.

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