Mehr Kapazität verbessert die Belieferung von BDO‑ und THF‑Märkten und unterstützt nachhaltigere Wertschöpfungsketten.
Der Unternehmensbereich Intermediates von BASF erhöht schrittweise die Produktionsmengen von 1,4‑Butandiol (BDO) in Ludwigshafen, um die Versorgungssicherheit für europäische Kunden zu verbessern. Das Unternehmen reagiert damit auch auf die Auswirkungen des jüngsten Antidumpingverfahrens, das laut einer Vorabmitteilung der EU‑Kommission vom 8. Januar 2026 vorläufige Zölle auf BDO‑Importe aus China, Saudi-Arabien und den USA vorsieht. Die Kapazitätsausweitung stärkt zugleich die Versorgung mit wichtigen Derivaten wie Tetrahydrofuran (THF), Polytetrahydrofuran (PolyTHF) und N‑Methyl‑2‑pyrrolidon (NMP). Diese Stoffe sind essenziell für Anwendungen in Polymertechnik, Lösungsmitteln, Elastomeren und Hochleistungsmaterialien. Durch die Verbundstruktur am Standort Ludwigshafen kann BASF die gesamte Acetylen-Wertschöpfungskette effizienter nutzen und Engpässe in Downstream-Märkten reduzieren.
Verena Siegel, Vice President Global Business Management für Butandiol und Derivate, betont die wachsende Bedeutung regionaler Produktionskapazitäten vor dem Hintergrund globaler Marktverschiebungen und zunehmender Regionalisierung: „In einem Umfeld globaler Marktverschiebungen und zunehmender Regionalisierung werden robuste und verlässliche regionale Produktionskapazitäten für viele nachgelagerte Industrien immer entscheidender.“
Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie erweitert BASF zudem ihr Portfolio an biomassenbilanzierten Varianten von BDO, THF und PolyTHF, die fossile Rohstoffe einsparen und den CO₂‑Fußabdruck senken. Sebastian Spicher, Senior Product Manager für Acetylen und Butandiol, erklärt, dass die höhere Produktion in Ludwigshafen Transportaufwände reduziere und die Effizienz des Verbunds steigere. BDO ist ein zentrales Zwischenprodukt für Polymere, Textilien, Automobiltechnik, Pharmazeutika und Konsumgüter. BASF betreibt BDO‑Produktionsanlagen in Ludwigshafen und Geismar und zählt weltweit zu den führenden Anbietern.