19.03.2026 • Nachrichten

BASF nimmt Produktionsanlage für 3D‑gedruckte Katalysatoren in Betrieb

BASF hat in Ludwigshafen die weltweit erste Produktionsanlage für 3D‑gedruckte Katalysatoren eröffnet. Mit der X3D‑Technologie lassen sich Katalysatoren mit optimierter Geometrie industriell fertigen. Anwender profitieren von geringerem Druckabfall, höherer Reaktorleistung und reduziertem Energieverbrauch.

X3D‑Technologie ermöglicht industrielle Fertigung additiv hergestellter Katalysatoren am Standort Ludwigshafen

X3D-Katalysatoren der BASF kombinieren eine hohe mechanische Stabilität mit einer offenen Struktur.
X3D-Katalysatoren der BASF kombinieren eine hohe mechanische Stabilität mit einer offenen Struktur.
© BASF

BASF hat am Standort Ludwigshafen eine Produktionsanlage für Katalysatoren auf Basis der X3D‑Technologie eröffnet. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um die weltweit erste Anlage, die 3D‑gedruckte Katalysatoren in industriellem Maßstab herstellt. Mit der Inbetriebnahme überführt BASF die additive Fertigung von Katalysatoren aus der Entwicklungsphase in den regulären Produktionsbetrieb.

Optimierte Geometrien für höhere Reaktorleistung

Die X3D‑Technologie ermöglicht die Herstellung von Katalysatoren mit gezielt gestalteten Geometrien. Diese kombinieren eine hohe mechanische Stabilität mit einer offenen Struktur. Dadurch lässt sich der Druckabfall in Reaktoren reduzieren, während die katalytisch aktive Oberfläche vergrößert wird. Laut BASF führt dies zu einer höheren Reaktorleistung, einer verbesserten Produktqualität sowie zu einem geringeren Energieverbrauch im Vergleich zu konventionellen Katalysatoren.

Bereits seit mehreren Jahren beliefert BASF interne und externe Kunden mit X3D‑Katalysatoren. Die Technologie kann auf unterschiedliche Katalysatormaterialien angewendet werden, darunter Edel‑ und Nichtedelmetall‑Katalysatoren sowie verschiedene Trägermaterialien. Mit der neuen Produktionsanlage sollen Entwicklungs‑ und Markteinführungszeiten verkürzt und die Verfügbarkeit der Technologie ausgeweitet werden.

Industrielle Anwendung bei internationalen Kunden

Ein industrieller Einsatz erfolgte 2025 bei dem chinesischen Feinchemieunternehmen An Hui Jintung. Dort wurde eine Produktionsanlage mit BASF‑Schwefelsäurekatalysatoren des Typs O4‑115 X3D bestückt. Nach Angaben des Unternehmens führte dies nach der Inbetriebnahme zu einer verbesserten Anlagenleistung und zu wirtschaftlichen Vorteilen. „Nach der reibungslosen Inbetriebnahme zeigte sich in der Anlagenleistung eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu vorher. Die Produktion erreichte einen Rekordwert und generierte erhebliche wirtschaftliche Vorteile für unser Unternehmen. Wir werden die Zusammenarbeit mit BASF fortsetzen, um Katalysator-Upgrades und -Wechsel auch in weiteren Anlageneinheiten voranzutreiben,“ sagt Eter Zhu, General Manager von An Hui Jintung.

„Wir freuen uns, dass wir mit der X3D-Technologie unseren Kunden schon jetzt einen echten Vorsprung bieten: Wir können Katalysatoren liefern, die präzise auf ihre spezifischen chemischen Prozesse zugeschnitten sind – schnell und in großen Mengen. Gleichzeitig unterstützen wir unsere Kunden dabei, ihre Ziele zu erreichen, da unsere Katalysatoren sowohl die Produktionsleistung steigern als auch die Effizienz der eingesetzten Rohstoffe verbessern“, sagt Detlef Ruff, Senior Vice President Chemical Catalysts and Adsorbents bei BASF.

Zum 1. April übernimmt Yaqian Liu die Verantwortung für den Geschäftsbereich von Detlef Ruff.

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