Künstliche Intelligenz trifft auf funktionale Sicherheit: Während sicherheitsrelevante Systeme deterministische Entscheidungen verlangen, entstehen durch KI neue Möglichkeiten für Diagnose, Wissenstransfer und Szenarioanalyse. Das Innovation Lab himalaya der HIMA Group erschließt KI‑Potenziale, ohne Prinzipien der funktionalen Sicherheit zu verändern.
Autoren: Knut Haberkant, Sergej Arent, HIMA Group
Wie KI‑Anwendungen Wissen zugänglich machen und Diagnoseprozesse im Safety‑Umfeld unterstützen
KI trifft auf funktionale Sicherheit – und damit scheint ein Spannungsfeld zu entstehen. Denn während funktionale Sicherheit nachweisbare Verlässlichkeit erfordert, setzt KI auf Wahrscheinlichkeiten. In sicherheitskritischen Anwendungen muss jederzeit klar, nachvollziehbar und vor allem verlässlich entschieden werden können, ob eine Anlage in den sicheren Zustand gefahren werden muss. Gleichzeitig wächst der Druck, die Anlagenverfügbarkeit zu erhöhen, das Potential vorliegender Daten zu nutzen und Fachwissen schnell und sicher verfügbar zu machen. In diesem Beitrag wird gezeigt, wie das Innovation Lab „himalaya“ der HIMA Group das KI-Potential rund um funktionale Sicherheit erschließt und einen Mehrwert für Mitarbeitende und Anlagenbetreiber schafft – und das sicher in Bezug auf „Safety“ und „Security“.
Datenflut trifft Fachkräftemangel
In der Prozessindustrie entstehen täglich Millionen Daten wie zum Beispiel Diagnosedaten und Prozessdaten – aus Steuerungen, Sensoren, Sicherheitskomponenten. Doch aus Daten kann erst dann Nutzen wie verbesserte Sicherheit oder vorausschauende Wartbarkeit erzeugt werden, wenn sie strukturiert verfügbar, interpretierbar und sicher zugänglich sind. Gleichzeitig steigt der Druck: Fachkräfte sind knapp, Experten- und Erfahrungswissen gehen verloren. Dazu kommt: Auch in Zeiten der Digitalisierung verbringen selbst erfahrene Techniker viel Zeit mit der Suche nach und in Dokumenten.
Hier genau setzen die KI-Projekte von HIMA’s Innovation Lab an: Sie erschließen KI-Potenziale, sollen die Komplexität beherrschbar, Wissen schnell und zuverlässig auffindbar und Systeme vorausschauender machen – ohne dabei die Grundprinzipien funktionaler Sicherheit zu verlassen.
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