Der digitale Zwilling und die Verwaltungsschale machen Daten automatisch verfügbar und die Wartung einfacher: R. Stahl bietet eine White-Label-Lösung für den digitalen Produktpass gemäß der ESPR-Verordnung an und stellt ein Submodell Maintenance Instructions vor. Roland Dunker stellt im Interview die Lösung vor und beleuchtet die Vorteile für Hersteller und Betreiber.
Interview mit Roland Dunker, R. Stahl

CITplus: Herr Dunker, R. Stahl positioniert sich als Softwareanbieter für den Digitalen Produktpass (DPP). Wie kam es zu dieser Entwicklung und an wen richtet sich Ihre neue Softwarelösung?
Roland Dunker: Der Ausgangspunkt war praktisch: Wir hatten keinen Platz mehr auf Typenschildern für die weltweiten Ex-Zertifizierungen – ATEX, IECEx, CCC, UL. Das führte zu unterschiedlichen Materialnummern für identische Produkte. 2021 starteten wir ein Projekt zum digitalen Typenschild, stellten aber fest: Nur digitale Typenschilder helfen Kunden zu wenig. So kamen wir auf den digitalen Zwilling mit der Verwaltungsschale als IEC-Standard für interoperable Daten. 2022 präsentierten wir einen Demonstrator auf der SPS und erwarteten skeptische Reaktionen. Das Gegenteil trat ein: Die Anwender wollten genau diese Lösung. Parallel arbeiteten wir in der europäischen Normung mit. 2024 launchten wir dann unser produktives Portal auf der Achema. Der Kundenwunsch führte nun zur White-Label-Lösung: Jeder kann damit eigene Instanzen nutzen und bekommt die komplette Infrastruktur für seine Verwaltungsschalen.
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