Fraunhofer-Allianz Chemie und VCI fordern effizienteren Forschungstransfer
Die Fraunhofer-Allianz Chemie und der Verband der Chemischen Industrie empfehlen eine besser koordinierte Forschungsförderung, um Innovationen schneller in industrielle Anwendungen zu überführen. Besonders die Pilot- und Demonstrationsphase gilt als Engpass, da hohe Kosten, komplexe Förderstrukturen und lange Genehmigungen Skalierungsentscheidungen erschweren.

Im Mittelpunkt der Analyse steht die Pilot- und Demonstrationsphase, die als kritischer Engpass gilt. Sie bildet die Brücke zwischen Laborergebnissen und industrieller Produktion, ist jedoch mit hohen Investitionskosten sowie komplexen regulatorischen und fördertechnischen Anforderungen verbunden. Nach Einschätzung der Autoren führt dies dazu, dass Skalierungsentscheidungen zunehmend außerhalb Europas getroffen werden.

Stefan Löbbecke, Sprecher der Fraunhofer-Allianz Chemie, betont, dass effizientere Entwicklungsplattformen für Pilot- und Demonstrationsprojekte erforderlich seien. Nur so könne Know-how am Standort gehalten und die internationale Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Ulrike Zimmer, Bereichsleiterin Wissenschaft, Technik und Umwelt beim VCI, ergänzt, dass Forschung nicht im Labor verharren dürfe und strategisch gebündelte Förderprogramme sowie planbare Genehmigungsverfahren notwendig seien.
Skalierbare Technologien und adaptive Produktionsprozesse gewinnen angesichts der Transformationsanforderungen weiter an Bedeutung. Die Empfehlungen sehen den Aufbau gemeinsamer Kooperationsplattformen und industrienaher Entwicklungsumgebungen vor, in denen neue Verfahren unter realitätsnahen Bedingungen getestet werden können. Öffentliche Mittel sollen gezielt und zeitlich begrenzt eingesetzt werden, um private Investitionen anzustoßen und strukturelle Nachteile während der Transformation abzufedern. Eine dauerhafte Subventionierung ist nicht vorgesehen.












