27.11.2025 • Nachrichten

Neue Klimakammer für Lebensmittelforschung in Greifswald in Betrieb genommen

Das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e. V. (INP) hat am Standort Greifswald eine neue Klimakammer mit industrieller Waschtechnologie in Betrieb genommen. Die Einrichtung ermöglicht Forschung zur Verarbeitung frischer Lebensmittel unter kontrollierten Bedingungen. Die Anlage wurde in Kooperation mit Kronen entwickelt und mit einer Hewa 2600 B Waschmaschine ausgestattet.

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Hewa 2600 B Waschmaschine von Kronen.
© Kronen

Die Waschmaschine wurde mit einem speziell konfigurierten Mess- und Dosiersystem ausgestattet, das die Steuerung und Überwachung des Prozesswassers ermöglicht. Damit können Versuchsreihen unter konstanten Bedingungen durchgeführt werden, etwa zur Untersuchung von Waschwasserzusätzen.

Simulation definierter Umweltbedingungen

In der Klimakammer lassen sich Parameter wie Temperatur, Luftfeuchte und Temperaturgefälle gezielt einstellen. Dadurch können industrielle Produktionsumgebungen abgebildet werden. Die Kombination aus Klimakammer und industrieller Waschtechnologie bietet Möglichkeiten zur Untersuchung der Behandlung frischer Schnittprodukte – unter anderem in den Bereichen Hygienisierung, Ressourcennutzung und Prozesssicherheit.
Das INP und Kronen arbeiten seit mehreren Jahren in gemeinsamen Forschungsprojekten zusammen. Zuvor kooperierte man bereits im Bereich plasmabasierter Entkeimungstechnologie. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit wurden bei einem Vortrag auf dem Kronen Kundentag vorgestellt. Derzeit sind weitere Projekte im Bereich Sensorik sowie zur Anwendung von Plasma in der Verarbeitung frischer Lebensmittel geplant.

Forschung mit Praxisbezug

Dr. Uta Schnabel vom INP beschreibt die Kooperation folgendermaßen: „Unsere Zusammenarbeit mit dem Team von Kronen schafft die Nähe zur industriellen Praxis in der Lebensmittelverarbeitung – und die Erkenntnisse aus der Forschung fließen bei der Neu- oder Weiterentwicklung von Maschinen direkt mit ein. Mit der neuen Klimakammer können wir den Aufwand für Tests unter extremen oder auch realen Einsatzbedingungen erheblich reduzieren und kommen so effizienter zu Ergebnissen, die dann z.B. in die Lebensmittelverarbeitung übertragen werden können."
Neben der Klimakammer betreibt das INP eine begehbare Hochlicht-Phytokammer. Die Kombination beider Einrichtungen ermöglicht die parallele Simulation von klimatischen Verhältnissen für Lebensmittelproduktion, Umweltbedingungen für Stresstests und Wachstumsbedingungen für Pflanzen. Dadurch ergeben sich Möglichkeiten zur Analyse und Optimierung von Produktions- und Wertschöpfungsketten.



Anbieter

Kronen GmbH

Römerstraße 2a
77694 Kehl am Rhein
Deutschland

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