10.03.2026 • Praxisberichte

Engineering für thermische Prozesse und Flüssigkeitssysteme in der Lebensmittelproduktion

Thermische Prozesse und der Umgang mit sensiblen Flüssigkeiten erfordern durchdachte Anlagenkonzepte. Viele Lebensmittelproduzenten setzen deshalb auf externes Engineering, das modulare Skid-Systeme, vollständige Planung und Unterstützung bei Regulierung, Risikoanalysen und Bestandsschutz umfasst. So bleiben Prozesse planbar, auch bei Fachkräftemangel und langen Lieferzeiten.

Verfahrenstechnik mit modularen Anlagenkonzepten Outsourcing-Projekte planbar wird

Tanklager für brennbare Lösemittel: Devex arbeitet strikt nach allen einschlägigen Vorschriften, von der Druckgeräterichtlinie über die Explosionsschutzrichtlinie ATEX bis zu komplett branchenspezifischen Anforderungen.
Tanklager für brennbare Lösemittel: Devex arbeitet strikt nach allen einschlägigen Vorschriften, von der Druckgeräterichtlinie über die Explosionsschutzrichtlinie ATEX bis zu komplett branchenspezifischen Anforderungen.
© Devex

Ohne durchdachte Anlagenkonzepte steht die Lebensmittelproduktion heute schnell still. Besonders, wenn es um thermische Prozesse oder sensible Flüssigkeiten geht. Die Devex Verfahrenstechnik hat sich auf genau diese kritischen Schnittstellen spezialisiert. Als Outsourcing-Partner mit ganzheitlichem Engineering-Ansatz liefert das Unternehmen fertige Turnkey-Anlagen.

„Wer heute eine Anlage bauen will, muss nicht nur technisch liefern, sondern auch regulatorisch sattelfest sein“, sagt Christoph Markmann, Geschäftsführer bei Devex. „Gerade für unsere Outsourcing-Kunden in der Lebensmittelindustrie ist das eine enorme Herausforderung. Früher hatten sie eigene Engineering-Abteilungen, heute liegt die maximale Inhouse-Kompetenz oft bei der Wartung von Bestandsanlagen. Das komplette Anlagenkonzept kommt mittlerweile fast ausschließlich von uns.“


Die Rohrleitungen einer Skid-basierten verfahrenstechnischen Anlage: Das Skid-Prinzip reduziert nicht nur Transport- und Montageaufwand, sondern spart Devex-Kunden vor allem Zeit. Denn Stillstandzeiten sind in der Lebensmittelproduktion ein echter Kostenfaktor.
Die Rohrleitungen einer Skid-basierten verfahrenstechnischen Anlage: Das Skid-Prinzip reduziert nicht nur Transport- und Montageaufwand, sondern spart Devex-Kunden vor allem Zeit. Denn Stillstandzeiten sind in der Lebensmittelproduktion ein echter Kostenfaktor.
© Devex

Tatsächlich setzen inzwischen rund 90 Prozent der Lebensmittelproduzenten auf externes Anlagen-Engineering, besonders im Bereich thermischer Verfahrenstechnik. Devex übernimmt dabei sämtliche Schritte von der Konzeption über die Detailplanung bis hin zur Ausführung und Inbetriebnahme. „Unsere Kunden liefern uns eine Prozessbeschreibung, den Rest erledigen wir“, so Markmann. „Dazu gehört auch, den Bestandsschutz bestehender Anlagen zu sichern, selbst wenn wir komplett neue Module integrieren.“

Skid-Systeme: Modular denken, effizient liefern

Ein zentraler Erfolgsfaktor ist das Skid-Prinzip: vormontierte, standardisierte Anlagenteile auf stabilen Trägerrahmen, die bei Devex vollständig vorgefertigt und verrohrt werden. „Das reduziert nicht nur Transport- und Montageaufwand, sondern spart unseren Kunden vor allem eins: Zeit“, betont Markmann. „Gerade Stillstandzeiten sind in der Lebensmittelproduktion ein echter Kostenfaktor, denn jede Minute zählt.“
Dank der klaren Modularität lassen sich Skid-Systeme nicht nur schneller in bestehende Prozesse integrieren, sondern bei Wartung oder Erweiterung auch deutlich einfacher austauschen.
Trotz der hohen Fertigungstiefe bleibt der Anlagenbau eine Branche, in der die Realität nicht am Zeichenbrett endet. „Unsere größten Feinde sind aktuell Personalengpässe und Lieferzeiten“, so Markmann. „Ein banales Mannloch hat inzwischen bis zu vier Monate Lieferzeit.“ Gerade deshalb setzt Devex auf maximal vorgefertigte Komponenten und schlanke Prozesse.

Regulierung: hochkomplex, aber machbar

Auch der europäische Regelungsrahmen trägt zur Komplexität bei. „Wir arbeiten strikt nach allen einschlägigen Vorschriften, von der Druckgeräterichtlinie über die Explosionsschutzrichtlinie ATEX bis zu komplett branchenspezifischen Anforderungen“, so Markmann. Aber er lässt auch Kritik anklingen: „Manchmal fragt man sich schon, ob die EU weiß, was sie da tut. Die Normendichte hat längst eine Komplexität erreicht, die für mittelständische Hersteller kaum noch allein zu stemmen ist. Aber das ist genau unsere Expertise – hier sehen wir uns als echten Partner unserer Kunden.“
Neben der technischen Planung bietet Devex auch umfassende Unterstützung bei Risikoanalysen, Versicherungsvorbereitung und Sicherheitsabnahmen. „Unsere Sensorik muss exakt an den kritischen Punkten sitzen: bei Druck, Temperatur und Konzentration“, erklärt Markmann. „Das ist nichts, was man pauschal aus dem Regal ziehen kann. Jedes Projekt ist anders. Und genau dafür sind wir da.“


Anbieter

DEVEX Verfahrenstechnik GmbH

Splieterstraße 70
48231 Warendorf
Deutschland

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