12.02.2026 • Praxisberichte

kjVI by VDI: 20 Jahre ChemCar-Wettbewerb

Der ChemCar-Wettbewerb feiert sein 20-jähriges Bestehen. Was 2006 als Initiative kreativer junger Verfahrensingenieure begann, ist heute ein etabliertes Format der VDI-GVC. Studierende entwickeln Fahrzeuge, die durch chemische Reaktionen angetrieben werden, und sammeln dabei praxisnahe Erfahrungen, die Forschung und Karriere prägen.

Paul Neugebauer, Dr. Ing. Almut Sanchen, Prof. Dr.-Ing. Thomas Turek , Prof. emeritus Dr.-Ing. Ulrich Kunz, Dr.-Ing. Marina Becker, Dr. Angela Fromm

Beim ersten ChemCar-Wettbewerb 2006 traten acht Teams gegeneinander an.
Beim ersten ChemCar-Wettbewerb 2006 traten acht Teams gegeneinander an.
© Verein Deutscher Ingenieure e. V. 2006

Seit 20 Jahren begeistert der ChemCar-Wettbewerb Studierende, Betreuende und Organisierende gleichermaßen. Der Wettbewerb ist heute fest beim Verein Deutscher Ingenieure (VDI) in der Fachgesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (VDI-GVC) verankert und gilt als eines der sichtbarsten Instrumente der Nachwuchsförderung in der Verfahrenstechnik. Ein Blick zurück zeigt, warum ChemCar bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat.

Das Team steht an der Startlinie, die Anspannung ist greifbar. Unzählige Stunden Entwicklungsarbeit und zahlreiche Testläufe stecken im ChemCar „Cool Runnings“. Doch beim Start im ChemCar-Wettbewerb 2015 bewegt sich das Fahrzeug keinen Zentimeter. Die endotherme Reaktion hat zwar begonnen, doch die Lösung gefriert nicht – und ohne Volumenausdehnung fehlt die Antriebskraft. Die Ursache: Das Fahrzeug hatte sich in der Pause zu stark aufgeheizt, die chemische Reaktion verlor den Kampf gegen die Sonnenwärme. Solche Dramen sind beim ChemCar-Wettbewerb keine Seltenheit – und genau sie machen seinen Reiz aus.

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