23.04.2026 • Technik

Inline-Prozessmessgerät überwacht Schüttgüter kontinuierlich in Echtzeit

Punktuelle Probenentnahmen liefern nur Momentaufnahmen und verzögern die Reaktion auf Abweichungen im Materialstrom. Mit MultiSense präsentiert Schule Mühlenbau ein Inline-Prozessmessgerät, das Schüttgewicht, Feuchtigkeit und Temperatur kontinuierlich im laufenden Betrieb erfasst – ohne Probenentnahme und mit direkter Anbindung an die Anlagensteuerung.

MultiSense von Schule Mühlenbau erfasst Schüttgewicht, Feuchtigkeit und Temperatur direkt im laufenden Prozess.

Das Inline-Prozessmessgerät MultiSense misst kontinuierlich Schüttgewicht, Feuchtigkeit, Temperatur und – je nach Ausführung – das Produktgewicht und ermöglicht eine automatische Prozesssteuerung.
Das Inline-Prozessmessgerät MultiSense misst kontinuierlich Schüttgewicht, Feuchtigkeit, Temperatur und – je nach Ausführung – das Produktgewicht und ermöglicht eine automatische Prozesssteuerung.
© SCHULE Mühlenbau

Viele Produktionsbetriebe stützen ihre Qualitätskontrolle noch auf manuelle Stichproben. Diese erfassen nur Momentaufnahmen und erlauben es nicht, Abweichungen im Materialstrom frühzeitig zu erkennen. Das Inline-Prozessmessgerät MultiSense von Schule Mühlenbau setzt an diesem Punkt an: Integrierte Sensoren messen Schüttgewicht, Feuchtigkeit und Temperatur sowie – je nach Ausführung – das Produktgewicht kontinuierlich und direkt im Prozess, ohne dass Produkt entnommen oder aufbereitet werden muss. Die Messwerte werden in Echtzeit angezeigt, automatisch gespeichert und als Trendverläufe auf einem Touchpanel dargestellt.

Das Gerät besteht aus einem Edelstahl-Messkanal und einem separaten Auswertegerät. Eine Schnittstelle zur Einbindung in speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) ermöglicht die direkte Anbindung an die Anlagensteuerung. Je nach örtlichen Gegebenheiten lässt sich MultiSense auf dem Boden, an der Decke oder innerhalb der Rohrleitung installieren. Die Bauhöhe beträgt rund einen Meter; die Durchsatzleistung liegt zwischen 2 und 30 m³ pro Stunde.

Praxisbeispiel Flockerlinie

Beispiel für die Integration von MultiSense in eine Flockierlinie – realisiert in der Roscher Mühle.
Beispiel für die Integration von MultiSense in eine Flockierlinie – realisiert in der Roscher Mühle.
© SCHULE Mühlenbau

Bei der Roscher Mühle, einem Tochterunternehmen der Bauck GmbH, wurde der Flockierwalzenspalt bislang motorisch eingestellt, ohne automatische Regelung. Kontrollmessungen des Schüttgewichts erfolgten nach dem Fließbetttrockner mindestens einmal pro Stunde; Feuchtigkeit wurde separat im Labor geprüft. Abweichungen ließen sich daher erst mit Verzögerung erkennen und korrigieren. Nach der Integration von MultiSense wird der Walzenspalt automatisch an die Sollwertvorgabe des Schüttgewichts angepasst. Bei Überschreitung hinterlegter Grenzwerte löst das System einen Alarm aus; unterhalb dieser Schwelle regelt es automatisch nach. Alexander Bachur, Betriebsleiter bei der Roscher Mühle, berichtet, dass sich seitdem Schüttgewicht und Endproduktqualität stabilisiert haben und der manuelle Kontrollaufwand deutlich gesunken ist. MultiSense eignet sich neben der Flockierung auch für Produktionslinien für Getreide, Kaffee, Pellets und weitere Schüttgüter. 

Technische Spezifikationen:

- Messparameter: Schüttgewicht, Feuchtigkeit, Temperatur, Produktgewicht (je nach Ausführung)

- Messprinzip: vollständig inline, ohne Probenentnahme

- Durchsatzleistung: 2–30 m³/h- Bauhöhe: ca. 1 m- Gehäuse: Edelstahl

-Messkanal- Schnittstelle: SPS-Anbindung

- Installationsmöglichkeiten: Boden, Decke, Rohrleitung- Bedienung: separates Auswertegerät mit Touchpanel; Trendanzeige und automatische Datenspeicherung

Das Gerät wird auf der Interpack 2026 vom 7. bis 13. Mai in Düsseldorf in Halle 3, Stand 3E91 gezeigt.

Anbieter

Kahl Gruppe

Dieselstraße 5–9
21465 Reinbek
Deutschland

Kontakt zum Anbieter







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