24.03.2026 • Nachrichten

BASF stellt Säurechlorid- und Chlorformiat-Produktion auf erneuerbare Energie um

Blick auf den neuen Teil der SCF‑Anlage in Ludwigshafen während der finalen Umbauphase: Produktion von Säurechloriden und Chlorformiaten (SCF) mit Strom aus erneuerbaren Energien reduziert den Product Carbon Footprint um durchschnittlich 19%.
Blick auf den neuen Teil der SCF‑Anlage in Ludwigshafen während der finalen Umbauphase: Produktion von Säurechloriden und Chlorformiaten (SCF) mit Strom aus erneuerbaren Energien reduziert den Product Carbon Footprint um durchschnittlich 19%.
© BASF
Der BASF-Unternehmensbereich Intermediates hat die Produktion von Säurechloriden und Chlorformiaten am Standort Ludwigshafen auf Strom aus erneuerbaren Energien umgestellt. Seit 2025 werden rund 25 Produkte der SCF-Anlage („Säurechloride und Chlorformiate") unter Einsatz von regenerativer Energie hergestellt – einschließlich aller vorgelagerten Rohstoffprozesse.
Die Umstellung führte 2025 zu einer Reduktion des Product Carbon Footprint (PCF) um durchschnittlich 19%. Für 2026 und die Folgejahre werden vergleichbare Werte erwartet. Kunden profitieren von einem nahtlosen Übergang ohne erneute Zertifizierung oder Änderungen im Bestellprozess. Die Produkte entsprechen weiterhin den gewohnten Spezifikationen, weisen jedoch einen geringeren CO₂-Fußabdruck auf und unterstützen die Scope-3-Reduktionsziele der Abnehmer.

Modernisierte Anlage erhöht Produktionskapazität um 30 %

Parallel zur Energieumstellung wurde eine modernisierte Produktionsanlage am Verbundstandort Ludwigshafen in Betrieb genommen. Die Modernisierung erhöht die Produktionskapazität für Chlorformiate und Säurechloride um rund 30 %. Die PCF-Verbesserungen verteilen sich somit auf ein größeres Produktvolumen, was die Versorgungssicherheit stärkt und die wachsende Nachfrage bedient.
Alisha Van Dyck, Vice President Business Management Acetylenics, Carbonyl Derivatives, Acids & Polyalcohols Europe, BASF-Unternehmensbereich Intermediates, erklärt: „Die Modernisierung unserer Anlage und die Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Energien bedeutet, dass unsere Kunden für Säurechloride und Chlorformiate nicht zwischen Nachhaltigkeit und Verfügbarkeit wählen müssen. Dieser Schritt unterstreicht unser Engagement, die Bedürfnisse unserer Kunden in konkrete, überprüfbare CO₂-Reduktionen entlang ihrer Wertschöpfungsketten zu übersetzen."

Ergänzung zu biobasierten und biomassenbilanzierten Produktvarianten

BASF bietet bereits biobasierte und biomassenbilanzierte Varianten für mehrere Säurechloride und Chlorformiate an, darunter Palmitoylchlorid, Octanoylchlorid und Ethylchlorformiat sowie biomassenbilanzierte Varianten von Isononanoylchlorid. Die Jahreskapazität beträgt 60.000 t an den Produktionsstandorten Ludwigshafen und Yeosu (Korea). Die Chemikalien finden Anwendung als Synthesebausteine für Pharmazeutika und Pflanzenschutzmittel sowie bei der Herstellung organischer Peroxide.

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