10.10.2025 • Nachrichten

Dechema-Preis für Nina Hartrampf

Prof. Dr. Nina Hartrampf vom Department Chemie der Universität Zürich erhält den Dechema-Preis. Damit werden ihre wegweisenden Beiträge zur Prozessentwicklung und Automatisierung von Verfahren zur Herstellung von komplexen und breit einsetzbaren Peptiden gewürdigt.

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Prof. Dr. Nina Hartrampf , Universität Zürich
© UZH

In ihrem Labor kombiniert die Preisträgerin organische Chemie, automatisierte Durchflusssynthese und chemische Biologie für die Synthese und Modifikation von Peptiden und Proteinen. So können grundlegende synthetische Herausforderungen angegangen und Biopolymere in einer Vielzahl von Kontexten angewendet werden. Unter anderem entwickelte Nina Hartrampf die Synthese von Proteinen mittels Durchflusschemie („Flow Chemistry“), dies gilt als bedeutender Fortschritt auf diesem Gebiet. Peptide und Proteine mit mehr als 100 Aminosäuren können nun innerhalb von Stunden statt Tagen mit hoher Reinheit synthetisiert werden.

Nina Hartrampf ist Assistenzprofessorin (Tenure Track) am Departement für Chemie der Universität Zürich (UZH) in der Schweiz. Sie studierte Chemie und Biochemie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und promovierte im Bereich Naturstoffsynthese und chemische Biologie. Im Jahr 2018 wechselte sie als Postdoktorandin an das Massachusetts Institute of Technology (USA), wo sie sich mit der durchflussbasierten Synthese von Peptiden und Proteinen unter Verwendung einer automatisierten Syntheseplattform befasste. Im Jahr 2020 begann sie ihre unabhängige Karriere in Zürich.

Ihre unabhängige Arbeit wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter die „2025 Early Career Lectureship” der American Peptide Society, der „Nachwuchswissenschaftler-Preis für Naturstoffforschung” (2025) der Dechema, der „ADUC Young Talent Award” (2025) der GDCh, die „2024 Chemical Biology Lectureship”, der RSC „CEM Emerging Investigator in Protein and Peptide Science Award” (2024) sowie der „Bachem Award for Peptide Science” (2021) der Austrian Peptide Society.

Nina Hartrampf engagiert sich neben ihrer Forschung auch in der wissenschaftlichen Community: Innerhalb der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft ist sie Mitorganisatorin der Chemical Biology Summer School, des Peptide Therapeutics Forums und der Jahrestagung der Abteilung für Medizinische Chemie und Chemische Biologie, in der sie auch Vorstandsmitglied ist. Darüber hinaus ist sie Mitglied des Vorstands der International Flow Chemistry Society und des Beirats des International Peptide Drug Hunter Consortiums.

Die mit 20.000 EUR dotierte Auszeichnung wird am 7. November 2025 bei einem festlichen Symposium am Campus Irchel an der Universität Zürich überreicht.

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