Grünstrom aus Wasserkraft senkt CO₂‑Emissionen an deutschen Produktionsstandorten
Der Spezialchemiekonzern Lanxess und Verbund, Österreichs führendes Energieunternehmen und einer der größten Stromerzeuger aus Wasserkraft in Europa, haben einen Grünstrom-Liefervertrag für die nächsten drei Jahre abgeschlossen. Der Vertrag sichert die vollständig nachhaltige Stromversorgung der deutschen Lanxess-Produktionsstandorte in Bergkamen, Bitterfeld, Brunsbüttel, Mannheim und Wietmarschen mit bayerischer Wasserkraft.
Im Vergleich zum deutschen Strommix ergibt sich dadurch eine deutliche CO₂‑Reduktion. Nach Berechnungen entspricht die gelieferte Strommenge einem Einsparpotenzial von rund 60.000 Tonnen CO₂ über die Laufzeit.
Zuverlässige Versorgung durch Wasserkraft

Da die Produktionsanlagen durchgehend betrieben werden, spielt die Versorgungssicherheit eine wesentliche Rolle. „Unsere Produktionsanlagen laufen rund um die Uhr, deshalb brauchen wir auch Strom zu jeder Tages- und Nachtzeit. Die Wasserkraftwerke von Verbund in Bayern können das gewährleisten. Gleichzeitig unterstützen sie uns auf dem Weg zur Klimaneutralität“, sagt Alexander Sonnenberg, Leiter Energieeinkauf.
Die Nutzung von Grünstrom trägt dazu bei, die eigenen Klimaziele umzusetzen. Gleichzeitig folgt der Energieversorger einem wissenschaftsbasierten Reduktionspfad zur Verringerung von Treibhausgasen. „Die wachsende Nachfrage nach nachhaltigem Strom ist ein klarer Trend und Voraussetzung für mehr Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Verlässlichkeit“, erklärt Andreas Lanz. Er verweist auf den Climate Transition Plan des Energieversorgers, der bis 2050 Netto‑Null‑Emissionen vorsieht.
Wasserkraft als Beitrag zur Energiewende
Die Verbund-Laufwasserkraftwerke an der bayerisch‑österreichischen Grenze verfügen über eine installierte Leistung von mehr als 1.000 MW und erzeugen jährlich mehrere Terawattstunden Strom. Zur Stärkung der regionalen Erzeugung werden weitere Projekte umgesetzt oder geplant. Ein Schwerpunkt liegt auf ökologischen Maßnahmen wie der Verbesserung der Gewässerdurchgängigkeit, Renaturierungen und dem Schutz natürlicher Lebensräume.
Parallel verfolgt das Unternehmen langfristige Ziele in der eigenen Klimastrategie. Neben der klimaneutralen Produktion bis 2040 sollen auch vor- und nachgelagerte Wertschöpfungsketten bis 2050 weitgehend emissionsfrei gestaltet werden. Diese Ziele wurden von der Science Based Targets initiative bestätigt und stehen im Einklang mit dem 1,5‑Grad‑Pfad.












