Digitale Zwillinge optimieren Planung und Inbetriebnahme von Maschinen
Digitale Zwillinge sind mehr als ein Trend: Sie begleiten Maschinen vom ersten Entwurf bis zum Betrieb. Die virtuelle Inbetriebnahme ermöglicht Tests, bevor die reale Anlage steht, spart Zeit und Kosten und vermeidet Fehler. Zusätzlich erleichtern digitale Modelle die Auswahl von Antrieben, die SPS-Programmierung, Schulungen und das Monitoring im laufenden Betrieb.
Hans-Joachim Müller erläutert im Interview die Vorteile für Maschinenbauer und Anwender.
Autor: Hans-Joachim Müller, SEW-Eurodrive

Virtuelle Inbetriebnahme und digitale Zwillinge verkürzen Projektlaufzeiten, reduzieren Fehler und unterstützen Entwicklung, Projektierung und Betrieb.
Die virtuelle Inbetriebnahme ist ein Trendthema der Automatisierung. Maschinen und Anlagen in einer Simulationsumgebung zu testen und zu implementieren, reduziert die Projektlaufzeiten, vermeidet Fehler und spart Kosten. Ein dafür erstelltes digitales Modell kann aber nicht nur bei der Inbetriebnahme hilfreich sein; erweitert zu einem digitalen Zwilling bietet es viele Vorteile – vom ersten Kundengespräch über die Projektierung bis zum Betrieb.
Die Grundidee der virtuellen Inbetriebnahme ist es, eine Produktionsanlage bereits zu testen, wenn sich die reale Maschine noch im Aufbau befindet. So können in einer frühen Phase des Planungsprozesses Fehler vermieden und die Projektlaufzeit reduziert werden. Die virtuelle Inbetriebnahme ist allerdings nur eine Einsatzmöglichkeit eines digitalen Modells: Digitale Zwillinge bieten für alle Beteiligten im Planungsprozess Vorteile.
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