Container-Andocksystem an vorgeschaltete Dosierorgane
Das AZO Clean Dock ist ein Container-Andocksystem an vorgeschaltete Dosierorgane. Neben der staubfreien Übergabe zwischen Dosierorganen und mobilen Gebinden und der Waagenentkopplung zeichnet es sich durch weitere Funktionen aus. Anders als bei geschlossenen Systemen ergeben sich bei der Verwendung von mobilen Gebinden systembedingt Übergabestellen von Dosierorganen zum jeweiligen Schüttgutcontainer. Diese Übergabestellen müssen gleichzeitig mehrere Anforderungen erfüllen: Zunächst sollte das Zielgebinde einen Verschluss aufweisen, der verhindert, dass bei Wartezeiten Fremdkörper in das Behälterinnere gelangen können. Restmengen sollen nicht in die Anlage fallen können. Eine Verschmutzung der Anlage wird durch die Verwendung von speziellen Andocksystemen ausgeschlossen. Zur Vermeidung von Staubanfall ist die dichte Verbindung zwischen Dosierorgan und Zielgebinde im angedockten Zustand ausschlaggebend. Eine zusätzliche Herausforderung stellt die möglichst flexible Waagenkompensation dar. Als Forderung steht eine flexible Verbindung mit minimalem Kraftnebenschluss im Raum. Als Add-On ist die Entlüftung des zu befüllenden Schüttgutcontainers zu sehen. Mit dem System Clean Dock bietet AZO eine Containerandockung an, die all diese Anforderungen erfüllt. Es handelt sich dabei um ein Doppelkegelsystem, das aus einem Passivteil am Container und einem Aktivteil am Dosierorgan besteht. Das Passivteil am Container verschließt die Einfüllöffnung durch einen federbelasteten Verschluss. Das produktführende Fallrohr unterhalb des Dosierorgans wird im Aktivteil durch einen Kegel verschlossen. Bei der Andockung des Containers werden zunächst beide Gehäuseteile zusammengeführt, danach verriegelt. Durch die im Passivteil integrierte flexible Verbindung wird ein staubdichter Übergang zwischen Dosierorgan und Container hergestellt. Die flexible Verbindung ist aus luftdurchlässigem Filtermaterial hergestellt. Dadurch sind die Entlüftung des Containers bei der Befüllung und ein sicherer Luftzustrom bei der Entleerung gewährleistet. Zur Öffnung des Produktkanals wird der Doppelkegel aus der Verschlussposition in die geöffnete Position verschoben. Charakteristisch für das Design ist die Linienberührung der vier Bauteile: Gehäuse-Aktivteil, Gehäuse-Passivteil, Kegel-Passivteil und Kegel-Aktivteil. Dieses Prinzip erlaubt eine Andockung verschiedener Container unter mehreren unterschiedlichen Dosierstellen, ohne dass dies zu Verschleppungen der zu dosierenden Produkte führt. Das System erlaubt Massenströme bis zu 25 t/h. Seine Konstruktion ist durch einfache, bewährte Bauteile gekennzeichnet und bietet ein robustes Betriebsverhalten mit Notlaufeigenschaften. Das Doppelkegelsystem übertrifft traditionelle Andocksysteme bezüglich der anfallenden Staubemission. Es verhindert zuverlässig das Nachstauben aus dem (teil-) gefüllten Container. Produktreste, die bei traditionellen Anlagen nach der Dosierung am Dosierorgan hängenbleiben und auf den Boden oder in die Anlage fallen, werden zuverlässig zurückgehalten. Die Verbindung zwischen Dosierorgan und Container ist während der Dosierung durch die kraft- und formschlüssige Verbindung zu jedem Zeitpunkt sicher.
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