Digitaler Batteriepass erhält standardisierte Grundlage für EU‑Batterieverordnung 2027
Mit Blick auf die ab Februar 2027 geltenden Vorgaben der EU‑Batterieverordnung haben IDTA, Catena‑X und Mitglieder des Battery Pass Project ein gemeinsames, interoperables Datenmodell für den digitalen Batteriepass entwickelt. Die Lösung basiert auf der Asset Administration Shell und adressiert alle regulatorisch geforderten Daten zu Nachhaltigkeit, Transparenz und Rückverfolgbarkeit.
IDTA, Catena‑X und das Battery Pass Project entwickeln interoperables AAS‑Modell für regulatorische Anforderungen
Die Arbeitsgruppe entwickelte sieben AAS‑Teilmodelle, die die benötigten Informationen strukturiert abbilden, darunter Materialzusammensetzung, Kreislaufwirtschaftsaspekte und Produktzustand. Dabei orientierte man sich an der DIN DKE Spec 99100 und nutzte bestehende Submodelle sowie Semantikstandards von Catena‑X, ECLASS und IEC CDD. Zusätzlich entstand eine Guideline, die Designentscheidungen und den Aufbau der Teilmodelle dokumentiert.
Die EU‑Batterieverordnung verpflichtet Hersteller, jede betroffene Batterie – etwa Industriebatterien ab 2 kWh, Batterien für Elektrofahrzeuge und Batterien für leichte elektrische Transportmittel – mit einem QR‑Code zu versehen, der auf den digitalen Batteriepass verweist. Über eine standardisierte AAS‑API können die dafür benötigten Daten bereitgestellt werden.
Catena‑X plant, die gemeinsam entwickelten AAS‑Teilmodelle im kommenden Release des Catena‑X‑Datenökosystems (CX Neptune, September 2026) in einen standardisierten Anwendungsfall des Digital Battery Passport aufzunehmen. Laut IDTA‑Vorstandsmitglied Dr. Birgit Boss schafft der AAS‑basierte Ansatz eine effiziente Integration in bestehende Systeme, ermöglicht Datenhoheit und reduziert Implementierungsrisiken durch den Einsatz offener Standards.
Downloadlink zur Guideline “Digital Battery Passport: Use Case Guideline of the Asset Administration Shell”
Alle AAS-Teilmodelle sind im Content Hub der IDTA als PDF verfügbar:












