18.03.2026 • Nachrichten

Power-to-X-Barometer analysiert Stand und Perspektiven des Markthochlaufs

Das Power‑to‑X‑Barometer von VDMA und EY‑Parthenon zeigt: Der Markt konsolidiert sich, Projekte werden weniger, aber wirtschaftlich belastbarer. Entscheidend für den Hochlauf sind Investitionssicherheit, Nachfrage und Umsetzung. Die Studie benennt drei zentrale Hebel, um Power‑to‑X in Deutschland und Europa voranzubringen.

Power‑to‑X gilt als Schlüsseltechnologie für die Energiewende und für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Europa. Eine neue Studie von EY‑Parthenon und der VDMA‑Plattform Power‑to‑X for Applications liefert nun eine umfassende Standortbestimmung des Marktes. Das „Power‑to‑X‑Barometer 2026“ analysiert den Entwicklungsstand, benennt Hemmnisse und zeigt Ansatzpunkte für einen beschleunigten Markthochlauf auf. 

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich der Markt derzeit konsolidiert. Während zwischen 2021 und 2023 viele Projekte auf optimistischen Annahmen zu Strompreisen, Volllaststunden und Genehmigungsdauern beruhten, erweist sich die Umsetzung inzwischen als deutlich anspruchsvoller. Volatile Strompreise, verzögerte Netzanschlüsse und gestiegene Kapitalkosten führen dazu, dass Projekte ohne belastbare wirtschaftliche Grundlage an Dynamik verlieren. Gleichzeitig setzen sich Vorhaben durch, die über klare Standort‑, Infrastruktur‑ oder Abnahmevorteile verfügen.

Nach Einschätzung von Cornelius Knecht, Sector Lead Industrial Products Europe West bei EY‑Parthenon, werden in Deutschland und Europa künftig weniger, dafür robustere Power‑to‑X‑Projekte realisiert. Erfolgreich seien insbesondere Projekte mit gesicherten Genehmigungs‑ und Infrastrukturperspektiven sowie bankfähigen Abnahmeverträgen. Zudem erwartet die Studie eine stärkere Clusterbildung, etwa in Hafenregionen, Chemieparks oder Industriezentren, in denen Stromerzeugung, Molekülproduktion, CO₂‑Logistik und Abnehmer räumlich zusammenkommen. 

Für einen erfolgreichen Markthochlauf identifiziert die Studie drei zentrale Hebel. Dazu zählen erstens verlässliche Erlösmechanismen wie Carbon Contracts for Difference oder H2Global‑Ausschreibungen, die planbare Cashflows ermöglichen. Zweitens ist eine vertrauenswürdige, international anschlussfähige Zertifizierung erforderlich, um Herkunft und Klimawirkung von Molekülen nachvollziehbar zu machen. Drittens betont die Studie die Bedeutung eines zuverlässigen Zugangs zu Infrastrukturen wie Stromnetzen, Wasserstoffpipelines sowie CO₂‑Transport‑ und Speicherkapazitäten.

Peter Müller‑Baum, Managing Director VDMA Power‑to‑X for Applications, unterstreicht, dass sich der Erfolg von Power‑to‑X weniger an der Technologie als an Investitionssicherheit, Nachfrage und Umsetzung entscheide. Die Transformation des Energiesystems sei zugleich Voraussetzung für Klimaziele und für die zukünftige Resilienz der Industrie in Europa. 

Anbieter

VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

Lyoner Str. 18
60528 Frankfurt
Deutschland

Kontakt zum Anbieter







Batterie

Batteriechemie, Batterieproduktion und Batterierecycling

Batteriechemie, Batterieproduktion und Batterierecycling

Im Dossier "Batteriechemie, Batterieproduktion und Batterierecycling" stellen wir industrielle Lösungsansätze für den Batterieanlagenbau dar.

Lebensmitteltechnik

Know-how für die Food&Beverage-Branche

Know-how für die Food&Beverage-Branche

Branchennachrichten, Fachartikel und praxisorientierte Anwenderbeiträge zu allen Aspekte der gesamten Wertschöpfungskette der Lebensmittel- und Getränkeindustrie.

Meist gelesen