18.03.2026 • Nachrichten

VDMA: Verfahrenstechnik verzeichnet Produktionsrückgang und schwachen Auftragseingang

Die Hersteller verfahrenstechnischer Maschinen und Apparate in Deutschland stehen weiterhin unter Druck. Nach Angaben des VDMA sank die Produktion 2025 um 2,8 %, der Auftragseingang ging deutlich zurück. Während die Exporte insgesamt zulegten, bleibt das Inlandsgeschäft schwach und eine Trendwende ist nicht in Sicht.

VDMA sieht Exportzuwächse in Europa, warnt jedoch vor fehlenden Impulsen aus dem Inland

Richard Clemens, Geschäftsführer des VDMA‑Fachverbands Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate
Richard Clemens, Geschäftsführer des VDMA‑Fachverbands Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate
© VDMA

Die wirtschaftliche Lage der Hersteller verfahrenstechnischer Maschinen und Apparate in Deutschland bleibt angespannt. Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes verzeichnete die Branche im Jahr 2025 ein Produktionsminus von 2,8 % und schloss damit bereits das vierte Jahr in Folge mit einem Rückgang ab. Gleichzeitig entwickelte sich der Auftragseingang negativ und verschärfte die Situation zusätzlich. 

Ursache ist vor allem die zurückhaltende Investitionsbereitschaft vieler Kunden sowie der Aufschub geplanter Projekte. Preisbereinigt lag das Inlandsgeschäft im Jahr 2025 um 11 % unter dem Vorjahreswert. Auch die Auslandsbestellungen gingen deutlich zurück und sanken insgesamt um 33 %. Eine Ausnahme bildete der Euroraum, in dem die Auftragseingänge zulegen konnten, während die Nachfrage aus dem sonstigen Ausland spürbar nachließ. 

Trotz des schwachen Auftragseingangs entwickelte sich der Export insgesamt positiv. Die Ausfuhren verfahrenstechnischer Maschinen und Apparate aus Deutschland beliefen sich 2025 auf rund 7,6 Mrd. EUR, was einem Zuwachs von 3,6 % entspricht. Während die Exporte in die USA um 11 % und nach China um 5,9 % zurückgingen, stiegen die Lieferungen in die EU‑Partnerländer deutlich an. Mit einem Volumen von rund 3,4 Mrd. EUR erzielte die Branche dort ein Exportplus von 10,7 %. Zuwächse verzeichneten zudem Regionen wie der Nahe und Mittlere Osten, Zentral‑ und Südasien sowie Südostasien.

Dagegen bleiben Impulse aus dem Inland aus. „Das Inlandsgeschäft läuft dagegen schleppend“, erklärt Richard Clemens, Geschäftsführer des VDMA‑Fachverbands Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate, und verweist auf steigende Kosten und Auftragsmangel. „Wenn nicht bald eine Trendwende vollzogen wird, stehen Maßnahmen wie Produktionsverlagerungen und Schließungen im Raum.“ Belastend wirken nach Angaben des VDMA insbesondere hohe Energiepreise sowie eine zunehmende bürokratische Komplexität. Die Branche erwartet daher klare politische Reformimpulse zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland.

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