Wie sich Eternet-APL durchsetzen kann
Ethernet Advanced Physical Layer (Ethernet-APL) ermöglicht den Einsatz von Ethernet in anspruchsvollen Prozessindustrien. Durch die Konnektivität von Ethernet-APL können Feldgeräte auf Edge- und Cloud-Computing-Funktionen zugreifen und von neuen datenbasierten Anwendungsmöglichkeiten profitieren. Tilo Merlin, Manager Platforms, ABB Process Automation, legt im Interview dar, wie ABB die Technologie in seine Messgeräte integriert hat und welche Vorteile er darin sieht.
Das Interview führte Dr. Etwina Gandert, Chefredakteurin CITplus.

Ethernet ist die am weitesten verbreitete Kommunikationstechnologie. Sie wird bereits in industriellen Anwendungen als physikalische Ebene für die Erfassung von Daten und die Steuerung dezentraler E/A und elektrischer Geräte unter Verwendung von Protokollen wie Profinet und Modbus eingesetzt. In den meisten Prozessindustrien ist die Anwendung jedoch aufgrund von fehlender Eigensicherheit, Kosten und begrenzter Kabellänge, die den Aufbau von Kommunikationsnetzen in großen Industrieanlagen erschweren, minimal geblieben.
Diese Probleme wurden durch Ethernet-APL gelöst. Ethernet-APL basiert auf der erfolgreichen Zusammenarbeit von 12 großen Industrieanbietern der Prozessautomatisierung, darunter ABB, und internationalen Standardorganisationen. Ethernet-APL bietet verbesserte Datenraten von bis zu 10 MBit/s über eine geschirmte Zweidrahtverbindung für die sichere Übertragung von Strom und Daten und Kabellängen von bis zu 1.000 m. Auch die Eigensicherheit einschließlich eines Profils zur Begrenzung der Versorgungsspannung und des Stroms ist vollständig integriert um das Risiko von Funkenbildung auszuschließen, sodass Ethernet-APL in explosionsgefährdeten Umgebungen eingesetzt werden kann.
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