Nordzucker: Kampagne 2021/22 erfolgreich abgeschlossen

Abb.: Nordzucker-Werk in Clauen, Landkreis Hildesheim.
Abb.: Nordzucker-Werk in Clauen, Landkreis Hildesheim.

Nordzucker hat in den meisten Werken die Zuckergewinnung aus Zuckerrüben und Zuckerrohr erfolgreich abgeschlossen. Die Kampagne wurde in Finnland und Litauen noch 2021, in Polen und der Slowakei in der ersten Januardekade und in Deutschland zwischen dem 18. und 27. Januar 20211 beendet. Die Verarbeitungsstätten in Dänemark (Ende Januar) und Schweden (Anfang Februar) sind noch in Betrieb. Im Durchschnitt aller Werke wird die Kampagne 122 Tage dauern.

Ausreichende und gut verteilte Niederschläge während des Sommers in fast allen europäischen Anbauregionen haben zu überdurchschnittlichen Rüben- und Zuckererträgen geführt (12,8 t Zucker pro ha). In Deutschland wurde sogar mit durchschnittlich fast 80 t Rüben pro ha (73 t im Fünfjahresdurchschnitt) und einem Zuckergehalt von etwa 18% einer der höchsten jemals erreichten Zuckererträge mit 14,2 t Zucker pro ha (13,3 t) erzielt. Zusätzlich zu den guten Erträgen werden sich höhere Zuckerpreise positiv auf die Rübenpreise der Verträge mit einem variablen Preismodell auswirken. „Bei den variablen Zuckerrüben-Verträgen mit unseren Anbauern werden die besten Preise seit dem Ende der Zuckermarktordnung und spürbar höhere Preise als im Fixpreis-Modell erreicht“, betonte Dr. Lars Gorissen, CEO. „Die Wettbewerbsfähigkeit und attraktive Rolle der Zuckerrübe in der ackerbaulichen Fruchtfolge wird damit bestätigt“.

In einigen Werken wird im Frühjahr der jetzt eingelagerte Dicksaft zu Kristallzucker und Bioethanol für Kraftstoffe und chemische Produkte weiterverarbeitet. Wie in anderen Wirtschaftszweigen gab es Lieferengpässe und Kostensteigerungen für Hilfsstoffe und Energie. Hinzu kamen logistische Engpässe, zeitweilig auch bei Zuckerrüben, die dank der Initiative aller Beteiligter zügig behoben werden konnten.

Auch in der Kampagne 2021/22 waren umfassende Hygienekonzepte und Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus notwendig. Axel Aumüller, COO, sagte: „Die ergriffenen Maßnahmen und das disziplinierte Verhalten und konsequente Handeln aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Infektionsketten in den Werken und der Verwaltung verhindert. So konnte die Kampagne sicher beendet werden. Nordzucker gehört zur kritischen Infrastruktur. Damit haben wir eine besondere Verantwortung, die Bevölkerung mit dem Lebensmittel Zucker zu versorgen“.

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