Wasser- und Abwassertechnik: Deutsche Exporte 2025 auf Rekordniveau
Deutsche Hersteller von Wasser- und Abwassertechnik haben 2025 einen neuen Exportrekord aufgestellt. Laut VDMA stiegen die Ausfuhren um 5,6 % auf 1.368 Mio. EUR – trotz geopolitischer Unsicherheiten und Investitionszurückhaltung. Wichtigste Absatzregion bleibt die EU-27 mit 694 Mio. EUR, stärkste Wachstumsmärkte sind Südostasien und Nordafrika.
VDMA-Bilanz zum Weltwassertag: Ausfuhren steigen um 5,6 % auf 1.368 Mio. EUR – EU-27 und Südostasien als wachsende Absatzmärkte
Der Weltwassertag am 22. März, zu dem die Vereinten Nationen seit 1992 aufrufen, erinnert an die Bedeutung von Wasser als Ressource und an die Notwendigkeit von Investitionen in Trinkwasserversorgung, Sanitärinfrastruktur und Abwasserbehandlung. Die dafür erforderlichen Investitionsgüter liefert maßgeblich der Maschinen- und Anlagenbau. Der VDMA Fachverband Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate bilanziert anlässlich des Weltwassertags, dass Wasser- und Abwassertechnik aus Deutschland im Jahr 2025 so stark nachgefragt wurde wie nie zuvor.
Ausfuhren mit Rekordwert
Trotz Verwerfungen in der internationalen Handelspolitik, militärischer Auseinandersetzungen, geringem Wirtschaftswachstum und Investitionszurückhaltung stiegen die Ausfuhren der Branche im Jahr 2025 um 5,6 % auf einen Warenwert von 1.368 Mio. EUR. Damit übertrafen sie das bisherige Rekordniveau aus dem Jahr 2023 deutlich. Die Branche entwickelte sich auch positiver als der gesamte Maschinenbau (minus 1,8 %) und die gesamte deutsche Wirtschaft (plus 1,0 %).
EU-27 als Absatzregion immer wichtiger
Bei den Absatzregionen zeigt die Statistik ein heterogenes Bild. Die EU-27 gewinnt als Absatzregion an Bedeutung: Das Exportvolumen stieg um 8,2 % auf 694 Mio. EUR – damit entfielen mehr als 50 % aller Exporte auf EU-Staaten.
Die deutlichsten Zuwächse verzeichneten die vergleichsweise kleineren Absatzregionen Südostasien (plus 53,0 %), Nordafrika (plus 45,3 %) und Naher/Mittlerer Osten (plus 29,6 %). Für Nordamerika steht hingegen eine negative Veränderungsrate zu Buche. Der Rückgang um 19,8 % ist auf das schwierige Marktumfeld in den USA zurückzuführen (minus 24,7 %).
Export-Markt in Zahlen



Verschiebungen bei den zehn wichtigsten Exportmärkten
Von den zehn wichtigsten Einzelmärkten entwickelten sich 2025 die Ausfuhren in acht Märkte positiv und in zwei Märkte (USA, Vereinigtes Königreich) negativ. China – 2020 noch der wichtigste Markt – ist nach weiteren Rückgängen nicht mehr unter den Top 10.
Mit dem Rückgang der Lieferungen in die USA führt nun erneut Frankreich die Rangfolge an: 99 Mio. EUR. Es folgen die USA (86 Mio. EUR), die Niederlande (83 Mio. EUR), Polen (82 Mio. EUR) und Italien (74 Mio. EUR). Den höchsten prozentualen Zuwachs verzeichnete Polen mit plus 29,5 %.
Anbieter
VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.Lyoner Str. 18
60528 Frankfurt
Deutschland
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