Hydroerosive Bearbeitung für die Chemietechnik: Präzision im Inneren
In der chemischen Analyse sind Pumpen und Ventile extremen Anforderungen ausgesetzt – insbesondere an die Qualität ihrer Innenoberflächen. Mit dem HERO-Verfahren (HydroEROsive Bearbeitung) bietet Sonplas eine kontrollierte Methode, um Bohrungen zu entgraten, Kanten zu verrunden oder den Durchfluss gezielt zu kalibrieren. Das Verfahren basiert auf einem abrasiven Fluid, das unter hohem Druck durch die Innengeometrie des Werkstücks strömt.
Drei Anwendungen – ein Verfahren

Das HERO-Verfahren ermöglicht drei Bearbeitungsziele: Entgraten, Verrunden und Kalibrieren. Dabei wird ein mit Schleifpartikeln versetztes Medium durch innenliegende Bohrungen gepumpt. An Kanten oder Übergängen stauen sich die Partikel und tragen gezielt Material ab. Die Bearbeitung verbessert die Hochdruckfestigkeit und sorgt für eine gleichbleibende Performance über die gesamte Lebensdauer des Bauteils. „Das Verfahren erfüllt damit alle Zeichnungs- und Bauteilanforderungen“, so Werner Riederer, Vertriebsingenieur bei Sonplas.
Flexibel bei Werkstoffen und Geometrien
Bearbeitet werden können Bohrungen mit Durchmessern von 0,1 bis 5 Millimetern – in Werkstoffen von Edelstahl über Aluminium bis hin zu Keramik oder Faserverbundwerkstoffen. Die Zusammensetzung des Schleifmediums wird individuell angepasst: Viskosität, Partikelgröße und Trägermedium (wasser- oder mineralölbasiert) werden auf das jeweilige Bauteil abgestimmt. Die eingesetzten Schleifmittel reichen von Aluminiumoxid bis hin zu künstlichem Diamant.




Prozessintegration und Durchflusskontrolle

Neben der Oberflächenbearbeitung eignet sich das Verfahren auch zur präzisen Durchflusskalibrierung. Dabei wird der Durchfluss in Echtzeit überwacht und auf ±1 Prozent genau eingestellt. Die modular aufgebauten Anlagen lassen sich mit Spül- und Messeinrichtungen sowie Datenbankschnittstellen ausstatten. Auch eine automatische Beladung ist möglich – etwa durch ein Roboter-Lademodul, das sich nahtlos in bestehende Fertigungslinien integrieren lässt.
Anbieter
SonplasSachsenring 57
94315 Straubing
Deutschland
Meist gelesen

Additive Fertigung in der Verfahrenstechnik: Zwischen Potenzial und Praxis
Additive Fertigung bietet der Verfahrenstechnik neue Möglichkeiten. Anwendungen wie Katalysatoren und Wärmetauscher zeigen wirtschaftliches Potenzial – trotz technischer und regulatorischer Herausforderungen.

Weniger Verschleiß und höherer Anlagenverfügbarkeit mit selbstregelnden Spezialkreiselpumpen
Selbstregelnde Spezialkreiselpumpen mit hydrodynamischer Abdichtung senken Wartungskosten und erhöhen die Verfügbarkeit industrieller Anlagen – besonders bei anspruchsvollen Fördermedien.

Präzise Schüttgut-Dosierung: Vibrationstechnik für empfindliche Materialien
Die DosyPack-Dosierstation dosiert empfindliche Schüttgüter präzise und schonend. Vibrationstechnik ermöglicht exakte Förderung von feinen Pulvern bis grobkörnigen Materialien in hygienischen Umgebungen.

Gasleckortung nimmt Fahrt auf
Die neue europäische Methanverordnung verpflichtet Energieversorger, ihre Gasnetze deutlich häufiger auf Leckagen zu kontrollieren als bisher.

Wasserrecycling in der Textilfärberei: UF-/RO-Membrantechnologie bei Toray Sakai
Toray Sakai nutzt UF-/RO-Technologie zur Wiederverwendung von Färbereiabwasser. Das System senkt Kosten, spart Frischwasser und erfüllt strenge Umweltvorgaben – ein Modell für nachhaltige Textilproduktion.





