Vom R&I-Schema zum digitalen Zwilling für integrierte Anlagenplanung
Integrierte Anlagenplanung verbindet R&I-Schemata, BIM-Modelle und 3D-Daten zu einem konsistenten Informationsmodell. So lassen sich Berichte, Stücklisten und Dokumentationen automatisch ableiten. Der digitale Zwilling begleitet den gesamten Lebenszyklus einer Anlage und reduziert Planungsfehler sowie Medienbrüche.
Autor: Sergej Schachow, CAD Schroer

Wie sich R&I-Schemata, BIM-Modelle und 3D-Planung zu einem durchgängigen Informationsmodell verbinden und den Weg zum digitalen Zwilling ebnen.
Integrierte Anlagenplanung klingt nach Buzzword, entscheidet aber längst darüber, ob Projekte terminsicher, transparent und wirtschaftlich umgesetzt werden. In dem Beitrag wird gezeigt, wie R&I-Schemata, BIM-Modelle, 3D-Planung und XR-Technologien zu einem durchgängigen Informationsmodell verschmelzen, das Planungsfehler reduziert und Medienbrüche eliminiert. Wenn sich aus einem zentralen Datenmodell automatisch Berichte, Stücklisten und Dokumentation ableiten lassen, kann der digitale Zwilling den gesamten Lebenszyklus einer Anlage begleiten.
Integrierte Planung beschreibt die durchgängige Abstimmung aller beteiligten Bereiche im Planungsprozess. Sie zählt heute zu den größten Herausforderungen und bietet bei erfolgreicher Umsetzung erhebliche Effizienzpotenziale. Im Anlagenbau treffen in kurzer Zeit viele Entscheidungen aufeinander, von der verfahrenstechnischen Auslegung über die Aufstellungsplanung bis hin zur baulichen Umsetzung. In jeder Projektphase entstehen Daten und Modelle, die in den nachfolgenden Schritten erneut benötigt werden. Dabei kann die Vielfalt der Daten und der enthaltenen Informationen, je nach Anzahl der Projektpartner oder Lieferanten, sehr vielfältig sein. Je besser diese Informationen zusammengeführt und wiederverwendet werden, desto sicherer lassen sich Termine, Qualität und Kosten einhalten.
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