23.01.2026 • Technik

Waschlösung erleichtert das Auswaschen schwerlöslicher Elemente in der Atomspektroskopie

Inorganic Ventures hat eine neue Waschlösung für AAS-, ICP-OES- und ICP-MS-Systeme entwickelt. Sie erleichtert das Auswaschen adsorbierter Platinmetalle wie Ru, Rh, Pd, Os, Ir und Pt sowie weiterer kritischer Elemente. Die gebrauchsfertige HCl-Thioharnstoff-Lösung senkt Blindwerte und unterstützt stabile Analysenergebnisse.

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© Spetec
Inorganic Ventures (IV) hat eine Waschlösung für die Atomspektroskopie entwickelt, die das Auswaschen stark haftender Elemente aus Probeneintragssystemen erleichtert. Besonders betroffen sind die Elemente der leichten und schweren Platinmetalle – darunter Ruthenium, Rhodium, Palladium, Osmium, Iridium und Platin. Diese Elemente spielen in der Geologie, der Katalysatortechnik, in der Pharmazie sowie in der Recyclingbranche etwa beim Aufbereiten von Elektroschrott und Katalysatoren eine wichtige Rolle. Da sie zur Adsorption an den Innenflächen von Eintragssystemen neigen, können erhöhte Blindwerte und verlängerte Reinigungszeiten die analytische Überwachung erschweren.


Auch Gold und Quecksilber lassen sich häufig nur schwer auswaschen, wenn ausschließlich mit salpetersäurehaltigen Lösungen gearbeitet wird. Die bisher gängigen Ansätze mit HNO₃-basierten Waschlösungen entfernen die genannten Elemente entweder gar nicht oder nur mit deutlicher zeitlicher Verzögerung.


Die von IV entwickelte Lösung besteht aus 2 % v/v Salzsäure, ergänzt durch 0,5 % w/v Thioharnstoff. Sie ist sofort einsatzbereit und erfordert keine weitere Verdünnung. Die Rezeptur wurde über mehrere Jahre im Rahmen der Zertifizierung von Standard-Referenzmaterialien (Certified Reference Materials) im eigenen Labor getestet. Dabei zeigte sich, dass die Lösung adsorbierte Elemente effektiv mobilisieren kann.
Empfohlen wird der Einsatz nach jeder Probe, die potenziell zu Auswaschproblemen führt. Die notwendige Spülzeit hängt von Element und Konzentration der Probe, vom Typ des Probeneintragssystems sowie von der Durchflussrate ab. Sie lässt sich bestimmen, indem während der Reinigung das Signal der betreffenden Elemente beobachtet wird, bis es wieder auf die Grundlinie zurückkehrt.

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