Sensorik und Messtechnik: Stagnation im zweiten Quartal 2025
Die deutsche Sensorik- und Messtechnikbranche meldet für das zweite Quartal 2025 stagnierende Umsätze nach einem Plus von vier Prozent im Vorquartal. Die Auftragseingänge gingen um sechs Prozent zurück. Das Book-to-Bill-Ratio von 0,96 signalisiert eine leicht rückläufige Auftragslage. Hauptherausforderungen sind Handelshemmnisse, Nachfragerückgang und regulatorische Anforderungen. 34 Prozent der Unternehmen setzen bereits auf KI-Technologien.
Sensorik und Messtechnik: Stagnation im zweiten Quartal 2025
Die deutsche Sensorik- und Messtechnikbranche verzeichnet im zweiten Quartal 2025 stagnierende Umsätze nach einem Wachstum von 4% im Vorquartal. Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik befragte 450 Mitgliedsunternehmen zur wirtschaftlichen Entwicklung. Die Auftragseingänge sanken um 6% gegenüber dem ersten Quartal.
Das Book-to-Bill-Ratio liegt bei 0,96 und signalisiert eine leicht rückläufige Auftragslage. Diese Kennzahl setzt den Auftragseingang ins Verhältnis zum Umsatz: Werte unter 1,0 bedeuten, dass weniger neue Aufträge eingehen als abgewickelt werden. Für das dritte Quartal prognostiziert die Branche einen moderaten Anstieg von 2%, gestützt durch den höheren Auftragseingang aus dem ersten Quartal.
Exportmärkte und strukturelle Herausforderungen
Der Exportanteil am Gesamtumsatz beträgt 56%. Innerhalb des Exports entfallen 34% auf Europa, 19% auf Nordamerika und 17% auf China. Dies unterstreicht die internationale Ausrichtung der Branche.
Als zentrale Herausforderungen nennen die Unternehmen Handelshemmnisse und Exportvorgaben (17%), Nachfragerückgang in Zielmärkten (16%) sowie die Anpassung an regulatorische Anforderungen (15%). Diese Faktoren spiegeln sich auch im gesamten produzierenden Gewerbe wider, wo schwache Inlandsnachfrage, hohe Energiepreise und geopolitische Spannungen die Entwicklung dämpfen.
Künstliche Intelligenz als Wachstumstreiber
34% der befragten Unternehmen nutzen oder planen den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Hauptanwendungsfelder sind Marketing und Kommunikation, gefolgt von Forschung und Entwicklung (25%) sowie Produkten und Dienstleistungen (13%). KI wird zunehmend als Innovationsfeld wahrgenommen, das neue Wachstumspotenziale erschließen kann.
Im Vergleich zum produzierenden Gewerbe zeigt die Branche eine solide Exportorientierung und setzt auf Zukunftstechnologien wie Digitalisierung, Automatisierung und KI, um neue Märkte zu erschließen.
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