VDMA: Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen verzeichnen stabiles Wachstum
Die VDMA-Konjunkturumfrage vom Januar 2026 zeigt, dass die Hersteller von Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen 2025 mit einem leichten Produktionsplus abschließen. Trotz schwankender Auftragseingänge bleibt die Stimmung positiv. Internationale Märkte bieten Chancen, während steigende Kosten und Bürokratie die Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland dämpfen.
Die Produktion steigt leicht, die Stimmung ist positiv – dennoch belasten strukturelle Standortnachteile die Wettbewerbsfähigkeit.
Die Hersteller von Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen erwarten für 2025 ein moderates Produktionswachstum. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts wird ein Produktionswert von rund 16,5 Mrd. EUR erreicht, was einem Plus von 2 bis 3 % entspricht. Entscheidend dafür ist der hohe Auftragsbestand, mit dem die Unternehmen in das Jahr gestartet sind.
Der Auftragseingang blieb 2025 trotz globaler Unsicherheiten nahezu stabil. Preisbereinigt lag er mit –0,5 % auf Vorjahresniveau. Handelskonflikte und geopolitische Veränderungen führten zu deutlichen Schwankungen, dennoch beurteilen viele Unternehmen ihre Lage positiv. Nach der VDMA‑Konjunkturumfrage vom Januar 2026 bewerteten 40 % der befragten Hersteller aus den Bereichen Nahrungsmittelmaschinen, Pharmamaschinen und Verpackungsmaschinen ihre Geschäftssituation als gut bis sehr gut, nur 6 % als schlecht. Für die kommenden sechs Monate rechnen lediglich 10 % mit einer Eintrübung.
Zu den Wachstumsfaktoren zählt die robuste Entwicklung der Lebensmittel‑, Getränke‑ und Pharmaindustrie. Steigende Energie- und Rohstoffkosten stellen diese Branchen zwar vor Herausforderungen, dennoch bleiben Absatzmärkte weltweit stabil. Die breite internationale Aufstellung vieler Unternehmen wirkt als Risikopuffer: Während einzelne Regionen stagnieren, wachsen andere – insbesondere Süd- und Mittelamerika, Afrika, der Nahe und Mittlere Osten sowie Zentral- und Südasien. Für 2026 prognostiziert der Fachverband ein Umsatzplus von 3 %.
Zunehmend belastet wird die Wettbewerbsfähigkeit jedoch durch Standortnachteile in Deutschland und Europa. Unternehmen berichten von steigenden Energie- und Arbeitskosten sowie hoher Bürokratie. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck aus China zu. Die Branche fordert daher strukturelle Reformen, um technologische Stärke und Marktposition zu sichern.











