05.03.2026 • Nachrichten

Shell feiert Richtfest für 100‑MW‑Wasserstoff-Anlage im Energy and Chemicals Park Rheinland

Im Shell Energy and Chemicals Park Rheinland ist das Richtfest für eine 100‑MW‑Elektrolyseanlage gefeiert worden. Die Inbetriebnahme ist für 2027 geplant. Die Anlage soll bis zu 16.000 t Wasserstoff pro Jahr produzieren und ist Teil der Transformationsstrategie des Standorts. Das Projekt wird durch das EU‑Programm Horizon 2020 gefördert und von einem internationalen Konsortium umgesetzt.

Der Elektrolyseur soll ab 2027 bis zu 16.000 t grünen Wasserstoff pro Jahr liefern

Der Elektrolyseur soll ab 2027 bis zu 16.000 t grünen Wasserstoff pro Jahr liefern.
Der Elektrolyseur soll ab 2027 bis zu 16.000 t grünen Wasserstoff pro Jahr liefern.
© Shell
Im Shell Energy and Chemicals Park Rheinland ist Anfang März 2026 das Richtfest für einen 100‑MW‑Wasserstoff‑Elektrolyseur im Werksteil Wesseling gefeiert worden. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für 2027 vorgesehen. Der Elektrolyseur soll bei ausreichender Verfügbarkeit erneuerbarer Energien bis zu 16.000 t Wasserstoff pro Jahr produzieren. Realisiert wird das Projekt von einem Konsortium aus ITM Power, Linde, Tecnalia, ERM, Sintef AS und CONCAWE und wird durch das EU‑Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 unterstützt.
Im Bild (v.l.):
Jan-Peter Groot Wassink (Shell, VP Rheinland), Andy Beard (Shell, VP Hydrogen), Paul Höller (Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie NRW), Alistair Hope (Shell, SVP Engineering & Project Capability)
Im Bild (v.l.): Jan-Peter Groot Wassink (Shell, VP Rheinland), Andy Beard (Shell, VP Hydrogen), Paul Höller (Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie NRW), Alistair Hope (Shell, SVP Engineering & Project Capability)
© Shell
Paul Höller, Staatssekretär im nordrhein‑westfälischen Wirtschaftsministerium, betonte bei der Veranstaltung die Bedeutung des Projekts für eine klimafreundlichere Industrie. Shell investiert nach eigenen Angaben erheblich in die Weiterentwicklung des Standorts im Rheinischen Revier. Laut Jens Müller‑Belau, Energy Transition Manager der Deutsche Shell Holding GmbH, sollen technische und wirtschaftliche Kriterien gleichermaßen berücksichtigt werden.

Jan‑Peter Groot Wassink, Vice President und Standortleiter, verwies auf die Einbindung der neuen Anlage in bestehende Strukturen. Bereits seit 2021 ist dort die 10‑MW‑Pilotanlage Refhyne 1 in Betrieb. Zusammen sollen beide Anlagen rund zehn Prozent des jährlichen Wasserstoffbedarfs der Shell‑Produktionsprozesse in Rheinland decken. Beide Elektrolyseure basieren auf PEM‑Technologie.

Der Energy and Chemicals Park Rheinland beschäftigt rund 1.400 Mitarbeitende und umfasst die Werksteile Köln‑Godorf und Wesseling. Die Wasserstoffproduktion ist Teil einer breiteren Transformationsstrategie, zu der auch eine Bio‑LNG‑Anlage sowie die geplante Errichtung einer Grundöl‑Anlage gehören. Die Rohöl‑Destillation im südlichen Werksteil wurde 2025 stillgelegt.

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