19.03.2026 • Nachrichten

Thyssenkrupp Nucera liefert Elektrolyseure für grünes Wasserstoffprojekt in Spanien

Thyssenkrupp Nucera liefert alkalische Wasserelektrolyseure mit einer Gesamtleistung von 300 MW für das Wasserstoffprojekt Onuba von Moeve in Huelva, Spanien. Die erste Projektphase soll jährlich rund 45.000 t grünen Wasserstoff produzieren und markiert das größte Vorhaben dieser Art in Südeuropa.

Thyssenkrupp Nucera und Moeve haben einen Vertrag zur Planung, Beschaffung, Fertigung und Lieferung unterzeichnet. Demnach wird Thyssenkrupp Nucera das Equipment seiner alkalischen Wasserelektrolyse‑Technologie mit einer Kapazität von 300 MW bereitstellen. Die Vereinbarung stellt einen weiteren wichtigen Schritt in der Zusammenarbeit der beiden Unternehmen dar.

Erste Phase des Andalusian Green Hydrogen Valley

Moeve treibt im La Rábida Energy Park in Huelva, Spanien, das Projekt „Andalusian Green Hydrogen Valley“ voran. Im Rahmen des Vertrags wird Thyssenkrupp Nucera 15 standardisierte 20‑MW‑Elektrolyseure für die erste Phase des Projekts liefern, das unter dem Namen Onuba bekannt ist und als größte Anlage für grünen Wasserstoff in Südeuropa gilt. Moeve gab Anfang März 2026 seine endgültige Investitionsentscheidung (FID) für Onuba bekannt.

Industrielle Produktion von grünem Wasserstoff

Mit einer Leistung von 300 MW wird Onuba die Kapazität haben, jährlich rund 45.000 t grünen Wasserstoff zu produzieren und damit die CO₂‑Emissionen um rund 250.000 t pro Jahr zu reduzieren. Das Projekt stellt die erste Phase von Moeves „Andalusian Green Hydrogen Valley“ dar, einem umfassenderen Plan zum Aufbau einer skalierbaren Wasserstoff‑Wertschöpfungskette mit Sitz in Südspanien.

Standortvorteile und europäische Anbindung

Die umfangreich vorhandenen Solar‑ und Windressourcen machen den Standort zu einem der wettbewerbsfähigsten in Europa für die Produktion von grünem Wasserstoff. Strategische Hafeninfrastruktur und etablierte Transportkorridore sollen das Angebot aus der Region mit der industriellen Nachfrage in ganz Nordeuropa verbinden und so die Dekarbonisierung auf dem gesamten Kontinent beschleunigen.

„Die Iberische Halbinsel bietet eine der größten Chancen Europas für die großtechnische Produktion von grünem Wasserstoff. Onuba zeigt: Große Projekte für grünen Wasserstoff können selbst in volatilen Märkten vorankommen und die endgültige Investitionsentscheidung erreichen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Mit unserer Erfahrung und unserer für industrielle Anwendungen prädestinierten Technologie der alkalischen Wasserelektrolyse sind wir bestens aufgestellt, um Moeve auf dem Weg zur Wasserstoffproduktion im Gigawatt‑Maßstab zu unterstützen“, sagte Dr. Werner Ponikwar, CEO von Thyssenkrupp Nucera.

„Moeve baut eines der größten grünen Wasserstoffprojekte Europas zur Versorgung mit erneuerbaren Kraftstoffen auf. Gemeinsam mit seinen Partnern etabliert Moeve einen strategischen Knotenpunkt für saubere Energie in Südspanien, um die Energie‑ und Industrie‑Resilienz Europas zu stärken. Durch die Partnerschaft mit Thyssenkrupp Nucera verbinden wir Erfahrung in der Elektrolysetechnologie mit der Fähigkeit von Moeve, komplexe Projekte in großem Maßstab zu entwickeln und zu integrieren“, sagte Maarten Wetselaar, CEO von Moeve.


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