KI-gesteuerte Batteriespeicher reduzieren Energiekosten in der Lebensmittelindustrie
Unternehmen der Lebensmittelindustrie stehen vor hohen Energiekosten durch schwankende Lastprofile und Lastspitzen. Eine KI-basierte Steuerung von Batteriespeichern ermöglicht es, Energieverbräuche zu glätten, Strommarktschwankungen zu nutzen und Kosten deutlich zu senken. Ein aktuelles Projekt zeigt, wie ein Multi-Anwendungsansatz die Amortisationszeit verkürzt.

Schwankende Lastgänge und kurzfristige Leistungsspitzen prägen viele Produktions- und Kühlprozesse der Lebensmittelindustrie. Insbesondere Vorgänge wie Erhitzen, Reinigen, Abfüllen oder das zeitgleiche Anlaufen mehrerer Anlagen verursachen hohe Lastspitzen – mit unmittelbaren Auswirkungen auf Netzentgelte. Auch Kühlhäuser verstärken diese Effekte, wenn Kühlaggregate nach Schaltzyklen gleichzeitig starten.
KI-basierte Optimierung industrieller Lastprofile
Eine intelligente Steuerung von Batteriespeichern kann diese Spitzen abfangen und den Energieverbrauch gezielt glätten. Die Systeme analysieren Lastverläufe, Verbrauchsmuster, Tarife sowie Strommarktpreise und setzen in Echtzeit jeweils geeignete Maßnahmen um. Zu Zeiten niedriger Preise wird der Speicher geladen, bei hohen Preisen oder hoher Last entladen.
Über die klassische Lastspitzenkappung hinaus ist auch der Handel mit Preisunterschieden am Strommarkt möglich. Die Arbitragefunktion nutzt Preisschwankungen, ohne in Produktionsprozesse einzugreifen, und erzeugt zusätzliche Erlöse.
Beispiel aus der Lebensmittelindustrie
Ein Unternehmen mit mehreren Produktionsstandorten wurde an drei Standorten mit Batteriespeichern von jeweils rund 200 kWh und 200 kW ausgestattet. Die Steuerung übernimmt eine KI-basierte Software, die verschiedene Anwendungsfälle kombiniert und die Speichersysteme dadurch besonders wirtschaftlich betreibt.
Im Vorfeld wurden an zehn Standorten Simulationen durchgeführt, um potenzielle Einsparungen zu ermitteln. Die Auswahl der Standorte erfolgte anhand des Investitionsbedarfs und der Amortisationszeiten. Die Projektumsetzung umfasste technische Analyse, regulatorische Klärung, Installation sowie den Betrieb der Anlagen.
Betrieb und Überwachung

Nach der Inbetriebnahme übernimmt ein durchgängiges Monitoring die Überwachung der Systeme. Echtzeit-Reporting ermöglicht Unternehmen, Einsparungen und Erträge kontinuierlich nachzuverfolgen. Die Amortisationszeit der installierten Batteriespeicher liegt bei drei bis vier Jahren.
„Durch die intelligente Kombination von Lastspitzenkappung, Arbitrage und Eigenverbrauchsoptimierung wird der Speicher optimal ausgelastet, wirtschaftlich betrieben und nahtlos in bestehende industrielle Energiesysteme integriert“, erklärt Johannes Meriläinen.
Wirtschaftliche Effekte für die Branche
Die Beispiele zeigen, dass Unternehmen der Lebensmittelindustrie von KI-gesteuerten Energiespeichern besonders profitieren: Schwankungen im Energiebedarf werden reduziert, Netzentgelte sinken und Marktpreissignale können gezielt genutzt werden. Damit lassen sich Energiekosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern.












