
Phosphor, Biogas, Bioplastik: Was Kläranlagen noch leisten können
Klärschlamm als Düngerrohstoff, Abwasser als Quelle für Bioplastik und Biogas. Kläranlagen werden zu Knotenpunkten einer zirkulären Bioökonomie.

Klärschlamm als Düngerrohstoff, Abwasser als Quelle für Bioplastik und Biogas. Kläranlagen werden zu Knotenpunkten einer zirkulären Bioökonomie.

Fossile Rohstoffe ersetzen, Lieferkettenrisiken senken: Dechema-Studien zeigen, wie Biomasse, CO₂ und Recycling die Chemieindustrie resilienter machen – von der Grundchemikalie bis zum E-Kerosin.

Hygienepapier aus Waschräumen könnte recycelt werden – landet aber meist im Restmüll. Satino von WEPA Professional bietet ein Servicemodell, das diesen Faserkreislauf schließt.

Anwendungen aus der Fluidik zeigen, wie datenbasierte Diagnosen, Applikationsoptimierung und neue Geschäftsmodelle Ressourceneinsatz reduzieren und Schritte zu regenerativen Prozessen ermöglichen.

EcoSolve recycelt GFK-Rotorblätter aus Windkraftanlagen mittels Mikrowellen-Solvolyse. Glasfasern und Epoxidharz werden zurückgewonnen und für neue Produkte genutzt.

Langzeitanalyse zeigt: Trotz schwierigem Marktumfeld bleiben die Zukunftserwartungen für Wasser-, Recycling- und Kreislaufwirtschaftstechnologien hoch – und bündeln sich im Mai auf der IFAT Munich in München.

A.C.T. aus Heppenheim kompostiert organische Abfälle und Klärschlamm mit Druckluftbelüftung und Membrantechnik. Temperaturen bis 85°C gewährleisten Hygienisierung. Jumo-Messtechnik überwacht den Prozess.

Seit 26 Jahren organisiert die Dechema den bundesweiten DECHEMAX-Schülerwettbewerb, um das Interesse von Jugendlichen an Naturwissenschaft und Technik zu fördern.

20 Jahre PAT: Prozessanalytische Technologien optimieren Pharma-, Recycling- und Biotechnologie-Prozesse. NIR-Spektroskopie und Quantenkaskadenlaser ermöglichen Echtzeitüberwachung für Quality by Design.

Pruvia entwickelt innovative Pyrolysetechnologie für Mischkunststoffe. MLM-R-Verfahren erzeugt homogene Temperaturen und vermeidet Verkokung. Kommerzielle Anlage in Gendorf verarbeitet 70.000 t jährlich.

Kunststoffpyrolyse wandelt schwer verwertbare Abfälle in Rohstoffe um, kann aber mechanisches Recycling nicht ersetzen. Dechema sieht Potenzial als Ergänzung trotz technischer und regulatorischer Hürden.

Wie sich Kunststoffe aus komplexen Gemischen effizient zurückgewinnen lassen, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV auf der Messe K vom 8. bis 15. Oktober 2025 in Düsseldorf.

Die Erreichung der Klimaneutralität der chemischen Industrie erfordert einen grundlegenden Umbau der Wertschöpfungsketten in 20 Jahren.

Der VDI ZRE-Generator unterstützt KMU und Start-ups bei der Entwicklung zirkulärer Geschäftsmodelle, um Ressourcen zu sparen und neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Das EU-Projekt BioReCer verbessert Zertifizierungssysteme für biologische Abfälle und fördert nachhaltige Wertschöpfungsketten in der Bioökonomie.

Pruvia GmbH baut im Chemiepark Gendorf eine der größten Plastic-to-Oil-Anlagen Europas. Das Verfahren wandelt Mischkunststoffabfälle in zirkuläres Naphtha um, das in der petrochemischen Industrie verwendet wird.

Industrieunternehmen in Deutschland stehen 2025 vor großen Herausforderungen. Hohe Energiekosten, Fachkräftemangel und strenge Regularien erfordern innovative Lösungen und den Einsatz moderner Technologien.

Der Digitalisierungsdruck wächst in der Branche und intensiviert den Wettbewerb. Unternehmen sind gefordert, ihre Verpackungsprozesse kontinuierlich zu optimieren.

Die Bioraffinerie SmartBioH2-BW wurde im Rahmen des vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB koordinierten Projekts am Industriestandort von Evonik aufgebaut und nun im August eröffnet. Sie nutzt in der Produktion anfallende Spülwässer und Reststoffe, um daraus mithilfe zweier gekoppelter biotechnologischer Verfahren grünen Wasserstoff und organische Grundstoffe herzustellen. Nun startet der Testbetrieb unter realen Bedingungen.

Die EU-Batterieverordnung strebt an bis 2027 50% des Lithiums durch Recycling zurückzugewinnen. Die komplexen Prozesse zum Recycling von Batteriematerialien erfordern eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, um die optimale Prozesslösung zu finden und Anlagen danach zu bauen.

Woher kommen die Rohstoffe der Zukunft? Wie reduzieren wir Abfälle und bekämpfen gleichzeitig den Klimawandel? Diese Fragen stehen im Zentrum der Circular Economy, deren Hauptziel es ist, Stoffkreisläufe zu schließen. Ob seltene Metalle, Wasser oder Kohlenstoff – die Circular Economy fokussiert auf die Wiederverwendung von Ressourcen. Doch das System ist komplex und umfasst zahlreiche miteinander verknüpfte Kreisläufe. Ein aktuelles Dechema-Statuspapier analysiert dieses Geflecht aus der Perspektive der Biotechnologie und der chemischen Verfahrenstechnik, denn diese Disziplinen sind entscheidend für die Umsetzung.

Die ambitionierten Recyclingziele der EU und die wachsenden Anforderungen an die chemische Industrie sowie die Markenhersteller erhöhen den Druck auf den Recyclingsektor. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach erneuerbaren Rohstoffen für Chemikalien und Materialien, was die Frage aufwirft, welche Recyclingtechnologien am besten geeignet sind. Die Advanced Recycling Conference beleuchtet spartenübergreifende Lösungen, während eine neue Studie einen globalen Überblick über die Kapazitäten von Advanced Recycling-Technologien bietet.

Phosphor ist ein unverzichtbares Element, das hauptsächlich aus Phosphaterzen gewonnen und überwiegend in der Landwirtschaft eingesetzt wird. Angesichts begrenzter Ressourcen hat die EU ab 2029 die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm vorgeschrieben. Eirich bietet innovative Verfahren zur Nutzung von Klärschlammasche als Düngemittel und zur Gewinnung von Phosphorsäure. Auch die Schweiz fördert die Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm und Tiermehl, um unabhängiger von Importen zu werden. Ab 2029 wird die Phosphorrückgewinnung in Deutschland Pflicht, was die langfristige Versorgung mit diesem lebenswichtigen Element sichert.

Batterien mit LFP-Kathoden werden bislang fast nur in China produziert. Um diese Abhängigkeit zu verringern, setzt Lanxess auf zwei alternative Herstellprozesse für LFP-Kathodenmaterial und bietet dafür neue Rohstoffe an. Dazu zählen etwa zwei neue Eisenoxide sowie Eisenphosphat. Ziel ist es, gemeinsam mit Partnern eine Wertschöpfungskette für LFP-Batterien zu schaffen, die westliche Märkte sicher versorgt. Im Fokus stehen dabei unbedenkliche Rohstoffe, Klimafreundlichkeit und ein effizientes Recycling im Sinne von Stoffkreisläufen.

Das Agrarunternehmen betreibt eine Biogasanlage in der jährlich bis zu 72.000 t Gülle und Gärreste an. Die Gärrestaufbereitung erzeugt Dünger für die Futterpflanzen.

Tupu, ein innovatives Start-up aus Berlin, startet mit seinem dezentralen Anbausystem für Gourmetpilze in Deutschland durch.

Soniqtwist versiegelt auch schwierig zu fügende Bio-Materialien, wie z. B. PLA (Polymilchsäure), PHA (Polyhydroxyalkanoate) oder PBAT (Polybutylenadipat-Terephthalat).

Ein Produktrückruf im Lebensmittelbereich stellt per se noch keine Gefahr für die Reputation eines Unternehmens dar. Die Gefahrquelle ist intransparente Kommunikation.

Vom 11. bis zum 13. September 2024 findet in Friedrichshafen das Dechema Forum statt.

Das bei der Schlammbehandlung abgetrennte Wasser kann als Speisewasser für Kühltürme wiederverwendet werden, ebenso wie bestimmte aus dem Abwasser ausgefällte Stoffe.

Gepulste elektrische Felder (PEF) optimieren in der Lebensmittelindustrie Produkte und Prozessen eingesetzt werden, ihre Potentiale sind noch lange nicht ausgeschöpft.

Martin Schröder (Bild) übernimmt ab 1. Juni 2023 die Geschäftsführung des Fachverbands Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V. (FKN).

Klaus Kümmerer spricht im Interview über die Bedeutung der nachhaltigen Chemie für die Kreislaufwirtschaft und wie beides dazu beitragen kann, die großen Herausforderungen jetzt und für die Zukunft zu lösen. Kümmerer ist Direktor des Instituts für Nachhaltige Chemie an der Leuphana Universität Lüneburg sowie Director des Research & Education Hub des International Sustainable Chemistry Collaborative Centre (ISC3) in Bonn. Er gilt als Begründer des „Benign by Design“-Ansatzes. Für seine zukunftsweisenden Forschungsleistungen wird ihm am 6. September 2023 der Wöhler-Preis für Nachhaltige Chemie von der GDCh verliehen. Kümmerer ist Mitglied des High Level Round Table der EU zu Safe and Sustainable by Design (SSbD).

Pro Tonne Kunststoffabfall stößt die vollständige Verarbeitung einschließlich des chemischen Recyclings bis zu 50% weniger Emissionen aus als bei der Verbrennung.

Altreifen durchlaufen zahlreiche Recycling-Prozesse. Unterschieden wird zwischen werkstofflichem Recycling (Sortieren, Separieren und Granulieren), rohstofflichem Recycling (z.B. Pyrolyse-Verfahren) und dem chemischen Recycling als finaler Veredelungsschritt der Pyrolyse. Mit dem Verfahren von RCB Nanotechnologies lässt sich hochreiner Ruß (recovered Carbon Black) aus dem Kautschuk wiedergewinnen.














